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| 17:09 Uhr

Tag des Waldes
Bucheckern für gesunden Wald

Zum Aktionstag „Wir säen Zukunft“ sind Lübbener Mädchen und Jungen in die Waldschule „Zum Specht“ gekommen. Sie brachtenen Bucheckern in den Boden. Für die fleißigen Helfer versteckte der Osterhase kleine Überraschungen. Waldschullehrer Manfred Meehs hat den Tag mit vorbereitet und begleitet.
Zum Aktionstag „Wir säen Zukunft“ sind Lübbener Mädchen und Jungen in die Waldschule „Zum Specht“ gekommen. Sie brachtenen Bucheckern in den Boden. Für die fleißigen Helfer versteckte der Osterhase kleine Überraschungen. Waldschullehrer Manfred Meehs hat den Tag mit vorbereitet und begleitet. FOTO: Ingrid Hoberg / LR
Lübben. Vorschulkinder aus Lübben besuchen die Waldschule Börnichen und helfen dem Eichelhäher.

Frische Waldluft empfängt die Mädchen und Jungen der Lübbener Kita „Unter den Linden“ im Revier an der Waldschule „Zum Specht“ in Börnichen. Die „Füchse“, 16 Mädchen und Jungen, die in diesem Jahr eingeschult werden, sind zum Bucheckernstecken gekommen. Sie wollen den Eichelhäher unterstützen, der im Wald unterwegs ist und die Samen als Nahrungsreserve im Boden versteckt. Was er nicht wiederfindet, kann anwachsen und zu einer stattlichen Buche werden. Oberförster Burkhard Nass zeigt den Kindern einen Baum, der etwa zehn Jahre alt ist - gewachsen aus einem Samen, den der Eichelhäher versteckt hatte.

Die Mädchen und Jungen sind zum Tag des Waldes selbst fleißig. Mit kleinen Hacken lockern sie die Moosdecke auf und machen Löcher, in die sie Bucheckern stecken. Gut zugedeckt schlummern sie dort, bis Regen sie quellen lässt und ein Keimling wachsen kann. „Wenn es in den nächsten Tagen regnet, dann sind das beste Bedingungen“, sagt Oberförster Burkhard Nass.  „Wir haben in unseren Wäldern rund 75 Prozent Kiefern. Um den Wald zukunftsfähig für den Klimawandel zu machen, brauchen wir den Waldumbau“, erklärt er. Mischwälder sind das Ziel.

Auf der Fläche, die für die Aktion „Wir säen Zukunft“ vorbereitet ist, sind die Bäume markiert, die in der nächsten Zeit gefällt werden. So bekommen die Buchen später ausreichend Licht. „Hirsche und Rehe sind das größte Problem. Deshalb ist es wichtig, die Jäger einzubeziehen. Ohne Jäger gelingt der Waldumbau nicht“, betont Oberförster Nass. Im Revier Börnichen funktioniert es vorbildlich, sodass auf Zäune verzichtet werden kann.

So weit schauen die Mädchen und Jungen an diesem Tag noch nicht. Doch die Gruppen aus der Kita „Unter den Linden“ kommt regelmäßig in die Waldschule und so sagt ein Junge ganz selbstbewusst: „Ich bin der Schlauste in meiner Familie. Ich kenne die Bäume, weiß mehr als Mama und Papa!“ Waldschullehrer Manfred Meehs freut sich über das Interesse und die Begeisterung der Kinder, die durch verschiedene Angebote immer wieder wach gehalten wird. Da sind die Spiele, die auch für diesem Tag vorbereitet wurden. Und es wird ein Schild geben, mit dem die Fläche kennzeichnet wird, die die „Füchse“ mit Bucheckern „gespickt“ haben. „So können die Kinder später verfolgen, wie sich die kleinen Buchen entwickeln“, sagt er.

Insgesamt 25 Kilogramm Bucheckern sind hier für die Aktion „Wir säen Zukunft“ bereitgestellt worden, informiert Oberförster Nass. Ein Kilogramm sind 5000 Samen - da gibt es viel zu tun, diese alle in den Waldboden zu bekommen. Nach dem Auftakt am Dienstagvormittag werden weitere Gruppen aus Kita und Schule in der Waldschule erwartet, die sich an der Aktion beteiligen. Mädchen und Jungen der Kita „Unter den Linden“ sind regelmäßig in der Waldschule. Die Erzieherinnen Nancy Radegast und Christin Westphal arbeiten mit Waldschullehrer Manfred Meehs und Mitarbeiterin Karin Noack zusammen. Praktikant Paul Siegemund vom OSZ war diesmal als Unterstützung dabei.

Oberförster Burkhard Nass zeigte den Mädchen und Jungen aus der Kita „Unter den Linden“ wie die Bucheckern in den Waldboden gebracht werden.
Oberförster Burkhard Nass zeigte den Mädchen und Jungen aus der Kita „Unter den Linden“ wie die Bucheckern in den Waldboden gebracht werden. FOTO: Ingrid Hoberg / LR