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| 18:02 Uhr

In Lübben wackeln jetzt die Verkehrsschilder

Jörg Ziemainz (l.) vom Lübbener Schilder-Service schaute genau hin, als Crescendi-Vertriebsleiter Dieter Klomfass das Schild am Seil seines Autos hatte. Auch andere beobachteten den Test genau.
Jörg Ziemainz (l.) vom Lübbener Schilder-Service schaute genau hin, als Crescendi-Vertriebsleiter Dieter Klomfass das Schild am Seil seines Autos hatte. Auch andere beobachteten den Test genau. FOTO: H. Tarnow
Lübben. Unter dem Motto "Das klügere Schild gibt nach" schafft die Stadt Lübben jetzt Verkehrsschilder an, die nach einer Kollision von allein wieder in die ursprüngliche Stellung zurückschwingen. Das erste Schild mit dem flexiblen Fußsystem "Augusta-Flex" ist am Donnerstagmorgen von der Firma Schilder-Service Ziemainz in Zusammenarbeit mit der Vertriebsfirma Crescendi am Marktplatz eingebaut worden. ho

Das Schild, das bisher dort stand, wurde bei Unfällen schon mehrfach beschädigt und musste dann wieder ersetzt werden. "Das kostet jedes Mal 150 Euro", sagt Hannelore Tarnow, Pressesprecherin der Stadtverwaltung. Der flexible Fuß, er stammt aus Italien mit einer Tellerfeder aus Deutschland, kostet 300 Euro. Mit dieser Neuerung sollen Kosten gespart werden.

In diesem Jahr seien bereits rund 400 Euro für die Reparatur des Schildes am Markt ausgegeben worden, so die Pressesprecherin. Jährlich plant Lübben 12 000 Euro für neue Schilder, den Ersatz bei Diebstahl und die Reparatur ein. "Pro Woche schlagen Diebstahl und Beschädigung von etwa zehn Schildern zu Buche", ergänzt sie.

Nach dem Test am Marktplatz sollen beispielsweise auch in der Kirch-, Friedens- oder Schillerstraße Schilder mit einem flexiblen Fuß eingebaut werden - wenn sich "Augusta-Flex" bewährt. Auch an diesen Standorten müssen Verkehrsschilder häufig repariert werden.