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| 02:42 Uhr

In Lieberose wird an das Schicksal der KZ-Häftlinge erinnert

Zum Gedenken an die Menschen, die im KZ-Nebenlager Lieberose ums Leben kamen, wurden Blumen niedergelegt.
Zum Gedenken an die Menschen, die im KZ-Nebenlager Lieberose ums Leben kamen, wurden Blumen niedergelegt. FOTO: P. Kotzan
Lieberose. Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wird in Lieberose wach gehalten. An die Auflösung des KZ-Nebenlagers am 2. Februar 1945, damals wurden fast 2000 Häftlinge auf den Todesmarsch nach Sachsenhausen geschickt, ist in einer Veranstaltung am Mahnmal gegen Faschismus und Krieg in Lieberose erinnert worden. Ingrid Hoberg

Der Verein zur Förderung der antifaschistischen Mahn- und Gedenkstätte Lieberose, die Bürgermeisterin der Stadt und das Sachsenhausenkomitee hatten ins Museum am Mahnmal eingeladen. Vertreter von Parteien, Vereinen und Organisationen, Bundes-, Landes- und Kommunalpolitiker sowie Mitglieder der deutsch-italienischen Arbeitsgemeinschaft "Carlo Levi" waren zum Gedenken nach Lieberose gekommen. Schülerinnen der Ludwig-Leichhardt-Oberschule Goyatz trugen Erinnerungen ehemaliger französischer Häftlinge vor - als Ergänzung zur Ausstellung "Französische Häftlinge im KZ-Nebenlager Lieberose". Die Kreistagsabgeordnete Karin Weber (Die Linke) hielt an diesem Tag die Gedenkrede. Peter Kotzan vom Verein zur Förderung der antifaschistischen Mahn- und Gedenkstätte Lieberose trug das "Auschwitzlied" vor, ehe zum Abschluss der Gefangenenchor aus der Oper "Nabucco" von Giuseppe Verdi erklang.

Im Anschluss an die Veranstaltung wurde im Ringgrab eine Gedenktafel für den französischen Häftling Basso Vanni enthüllt. Landrat Stephan Loge (SPD) hatte die Anfertigung der Tafel diesmal finanziell unterstützt. Schülerin Victoria Seifert trug den Lebenslauf von Basso Vanni vor.

Weitere Informationen zum Museum unter der Telefonnummer 033671 2511.