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| 18:03 Uhr

Waldbrand
In der Heide schwelt es weiter

In der Lieberoser Heide ist der Brand zwar unter Kontrolle, aber noch nicht vollständig gelöscht.
In der Lieberoser Heide ist der Brand zwar unter Kontrolle, aber noch nicht vollständig gelöscht. FOTO: dpa / Christian Pörschmann
Lieberose. Noch immer Glutnester auf 200 Hektar munitionsbelasteter Fläche bei Lieberose. Von Ingvil Schirling

Der Waldbrand in der Lieberose Heide will einfach nicht ausgehen. Das Feuer auf der etwa 200 Hektar großen Waldfläche auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bewegt sich weiterhin auf einem von einem 30 Meter breiten Waldbrandschutzstreifen eingegrenzten Gebiet. Am Dienstagnachmittag machten sich Umweltminister Jörg Vogelsänger und Landrat Stephan Loge (beide SPD) vor Ort selbst ein Bild der Lage. Die Löscharbeiten werden sich noch über Tage hinziehen, informierte Kreisbrandmeister Ronald Judis am Mittwoch.

Der Brand sei unter Kontrolle, das Feuer (wie von der LR berichtet) eingedämmt, aber noch immer nicht gelöscht. Bekämpft wird es nach wie vor aus der Luft von einem Hubschrauber der Bundeswehr. „Zwei Tanklöschfahrzeuge garantieren die Wasserbetankung am Boden“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises.

Der mobile Einsatzleitwagen sowie ein Kräfteaufgebot im Umfang von etwa 40 Feuerwehrleuten und Helfern sind derzeit vor Ort. Die Einsatzleitung liegt beim Amt Lieberose/Oberspreewald.

„Es ist unglaublich, was die Einsatzkräfte hier seit über einer Woche leisten“, sagte Landrat Stephan Loge. Er dankte allen freiwilligen Feuerwehrleuten, Helfern aber auch den hauptamtlich Verantwortlichen „für die großartigen Leistungen bei der Bekämpfung des Großbrandes in der Lieberoser Heide. Danke auch an die Bundespolizei und Bundeswehr für die immer noch andauernde Unterstützung.“

Ebenso dankte Loge den Familien und Arbeitgebern der Einsatzkräfte. „Sie halten den Helfern den Rücken frei und zeigen Verständnis für die Situation.“ Er lobte die gut funktionierende und reibungslose kreisübergreifende Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einsatzkräften.

Schon Anfang vergangener Woche waren etwa 200 Hektar Waldfläche und Moorgebiet in Brand geraten. Die Eingrenzung und Löscharbeiten sind besonders schwierig, weil die Einsatzkräfte das stark munitionsbelastete Gelände nicht betreten können. Ortschaften und Menschen sind nicht in Gefahr.