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| 18:45 Uhr

Grundschule Schönwalde
Immer auf dem neuesten Stand

Seit August 2017 ist Ines Lehmann Schulleiterin in Schönwalde. Die gebürtige Berlinerin führt hier 159 Schüler und ein elfköpfiges Kollegium.
Seit August 2017 ist Ines Lehmann Schulleiterin in Schönwalde. Die gebürtige Berlinerin führt hier 159 Schüler und ein elfköpfiges Kollegium. FOTO: LR / Steven Wiesner
Lübben. Seit August 2017 ist Ines Lehmann Schulleiterin in Schönwalde. Die Berlinerin ist dabei, der Einrichtung ein hübsches Feintuning zu verpassen. Von Steven Wiesner

Seit 491 Tagen ist Ines Lehmann jetzt die neue Schulleiterin der Grundschule Schönwalde. Und seitdem hat sich auch einiges verändert in der Hauptstraße 50. Seit die gebürtige Berlinerin von der Lehrerin zur Schulleiterin aufgestiegen ist und die Einrichtung führt, gibt es einen Eltern-Förderverein, der verschiedene Projekte vorantreibt und unter anderem auf den Weg gebracht hat, einen Wasserspender für die Schüler zu installieren. Es gibt konkrete Pläne für einen Ausbau der Schule und auch ein neues Schullogo. Genau das war auch die Motivation, die die 49-Jährige verspürte, als sie den Posten im August 2017 übernahm. „Ich wollte die Schule ein bisschen voranbringen und verändern“, sagt sie. Zunächst hatte sich niemand auf die Stelle beworben, also ging Ines Lehmann in sich und überlegte, ob sie denn vielleicht selbst eine derartige Herausforderung wagen wolle. Sie wollte. Und so ist sie nun für die mittel- und langfristige Entwicklung der Grundschule verantwortlich.

Langeweile droht ihr dabei nicht. Es kommt einiges zu auf die Bildungseinrichtung in dem 860-Einwohner-Ort im Unterspreewald. Denn Schönwalde boomt. „Der Ort ist sehr beliebt, auch und gerade für junge Leute, die aus Berlin kommen“, sagt Ines Lehmann. Die Folge: Die Einwohnerzahl steigt wieder an „und damit wachsen auch wir als Schule ständig“. Im Jahr 2002 zählte die Grundschule Schönwalde noch 46 Kinder – heute sind es 159. Nicht zuletzt auch, weil Familien aus der Umgebung ihren Nachwuchs hier gut untergebracht sehen. Die weiteste Anfahrt nimmt eine Familie aus dem 20 Kilometer entfernten Duben auf sich, nur damit das Kind in Schönwalde beschult wird.

Es zeigt letztlich, dass Ines Lehmann, ihr elf Lehrer großes Kollegium und vor allem die Gemeinde als Schulträger hier einen verdammt guten Job machen und eine Schule haben wollen, „die auf dem neuesten Stand ist“, wie Schönwalds Bürgermeister Roland Gefreiter sagt. Teilweise müssen vereinzelte Klassen schon ins benachbarte „Haus Kulick“ ausweichen, weil das Schulgebäude gar nicht mehr genügend Unterrichtsräume bereithält. „Das ist natürlich kein Dauerzustand“, sagt die Schulleiterin. „Da muss irgendwas passieren.“ Und es passiert auch was. Die Grundschule Schönwalde hat bereits Pläne für einen zusätzlichen Gebäudekomplex erarbeiten lassen. Der Bauantrag für das „Millionenprojekt“ (Lehmann) soll noch im Dezember gestellt werden, damit im März mit dem Bauen begonnen und zum neuen Schuljahr feierlich eröffnet werden kann. Sechs neue Schulräume, eine Mensa und ein Musikraum sollen unter anderem entstehen.

Damit einhergehen soll auch die neue Ausrichtung der Schule. Ab dem kommenden Schuljahr soll die Grundschule Schönwalde nämlich eine „Schule für gemeinsames Lernen“ sein, also eine Inklusionsschule, die auch sonderpädagogische Bedarfe abdeckt und Schüler mit Lernschwächen oder Beeinträchtigungen mitnimmt. „Damit wollen wir ein gewisses Alleinstellungsmerkmal haben“, sagt Gefreiter.

Ines Lehmann deutet auf die Pläne für den neuen Gebäudekomplex. Im Optimalfall soll im kommenden Frühjahr mit den Bauarbeiten begonnen werden.
Ines Lehmann deutet auf die Pläne für den neuen Gebäudekomplex. Im Optimalfall soll im kommenden Frühjahr mit den Bauarbeiten begonnen werden. FOTO: LR / Steven Wiesner

Mit dem neuen und hochmodernen Anbau soll aber auch ein Thema vorangetrieben werden, das Ines Lehmann besonders am Herzen liegt: Medienbildung. „Das ist mir wichtig. Da müssen wir als Schule in einer ländlichen Region einfach mithalten.“ Ab der 3. Klasse erhalten die Kinder deshalb bereits Computerschulungen und lernen erste Handgriffe mit bestimmten Programmen. Ines Lehmann hält auch nichts davon, Handys und Smartphones in der Schule zu verbieten. „Ich möchte den Kindern vielmehr zeigen, wie man sie richtig und bewusst einsetzt.“

Die Berlinerin, die vor 30 Jahren nach Zützen kam und seit 2003 in Schönwalde unterrichtet, ist also gerade voll dabei, eine Schule nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Zusätzlich zum bestehenden Logo soll die Schule demnächst auch einen neuen Namen bekommen. Neu sind auch das Arbeitspensum und der Alltag als Schulleiterin. „Da hat sich meine Tochter schon manchmal Sorgen gemacht, wenn ich erst um 16 Uhr nach Hause gekommen bin“, lacht Ines Lehmann. Doch bereut hat sie die Entscheidung nicht.

Die neue Aufgabe macht ihr richtig Spaß – und es sollen noch viele Tage zu den bisherigen 491 hinzukommen.