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Im Spreewald beginnt die Gurkenernte

Saure Gurken liegen am 21.06.2016 auf einem Teller zum offiziellen Start der Gurkenernte im Spreewald auf einem Feld des Unternehmens Knösel Gemüse-Erzeugung GmbH & Co. KG in Gersdorf bei Golßen (Brandenburg).
Saure Gurken liegen am 21.06.2016 auf einem Teller zum offiziellen Start der Gurkenernte im Spreewald auf einem Feld des Unternehmens Knösel Gemüse-Erzeugung GmbH & Co. KG in Gersdorf bei Golßen (Brandenburg). FOTO: Patrick Pleul (dpa-Zentralbild)
Lübben. Die Spreewälder Anbaubetriebe starten am heutigen Dienstag offiziell in die diesjährige Gurken-Erntesaison. Etwas spät, aber nicht zu spät. dpa/bob

Die Landwirte hoffen dabei auf einen stärkeren Ertrag als 2016, wie Andreas Traube vom Spreewaldverein mitteilte. Im vergangenen Jahr wurden auf rund 500 Hektar Anbaufläche 29 000 Tonnen eingefahren. Normal seien Erträge von "30 000 plus", hieß es. Die Anbaufläche habe sich in diesem Jahr nicht verkleinert.

Die Ernte hat sich in diesem Jahr leicht verzögert. Als Grund nannte der Verein Frostnächte im Frühjahr, die einen Teil der Pflanzen zerstört hätten. Es musste nachgepflanzt werden.

Heftig traf es zum Beispiel die Agrargenossenschaft Unterspreewald in Märkische Heide (Dahme-Spreewald). Rund 70 Prozent des Bestandes musste nachgepflanzt werden, wie es von dem Betrieb hieß.

Ob sich der spätere Erntestart auf den Ertrag der Gurken auswirken wird, sei nicht absehbar, hieß es vom Spreewaldverein. Allein ein verzögerter Start lasse noch keine Rückschlüsse zu. Es komme vor allem auf das Wetter im Verlauf der Erntezeit an.

2016 holten die Anbaubetriebe etwa 29 000 Tonnen Einlege- und Schälgurken von den Spreewälder Feldern mit einer Größe von rund 500 Hektar. Das war etwas weniger als 2015 (rund 31 000 Tonnen).

Im Spreewaldverein sind die regionalen Gemüsebauern organisiert. Der Spreewald ist in Deutschland das zweitgrößte Anbaugebiet für Gurken, die später eingelegt werden. Noch größere Felder gibt es in Bayern.