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| 16:28 Uhr

Lübben
Brunnenstraße: Proben liegen vor

Im Lübbener Wohngebiet Brunnenstraße/Am Wäldchen sind punktuell Eintragungen von Mineralölkohlenwasserstoffen gefunden worden. Neue Beprobung deutet auf vorsichtige Entwarnung hin.
Im Lübbener Wohngebiet Brunnenstraße/Am Wäldchen sind punktuell Eintragungen von Mineralölkohlenwasserstoffen gefunden worden. Neue Beprobung deutet auf vorsichtige Entwarnung hin. FOTO: Ingvil Schirling / LR
Lübben. Laut Landkreis keine „flächendeckende Belastung“. Anwohner sind für 28. März eingeladen. Von Ingvil Schirling

Die Nachricht hatte Ende vergangenen Jahres große Unsicherheit, Ärger und Sorgen gebracht: Im Rahmen einer Baugrunduntersuchung wurde auf einem Grundstück im Wohngebiet „Am Wäldchen“ in Verlängerung der Brunnenstraße eine Verunreinigung mit Mineralölkohlenwasserstoffen gefunden. Der Bereich befindet sich im ersten Grundwasserleiter. „Aufgrund der Meldung wurden umgehend Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen festgelegt. Im gesamten Gebiet durfte deshalb kein Grundwasser genutzt werden, keine Geothermiebohrung vorgenommen und kein tiefer Keller ausgeschachtet werden.

Vereinbart wurde damals, dass im Januar weitere Beprobungen durchgeführt werden sollten.

Deren Ergebnisse liegen nun vor und sollen den Anwohnern dann am 28. März um 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses näher erläutert werden. Auf LR-Anfrage gab das Umweltamt des Landkreises einen ersten Überblick, der auf eine vorsichtige Entwarnung hindeutet.

17 Rammkernsondierungen in zwei Abschnitten sind demnach in dem Bereich vorgenommen worden, in dem im November die Belastung entdeckt worden war. Dabei gingen die Sondierungen bis in vier Meter Tiefe, wurden meterweise nach Geruch und Farbe beurteilt und beprobt. Bei Auffälligkeiten wurden die Proben weiter analysiert. Darüber hinaus „begleitete das Umweltamt zwei Baugrunduntersuchungen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Ergebnis: „Bereits während der ersten Sondierkampagne konnte erkundet werden, dass es sich um punktuelle/kleinräumige Belastungen durch Mineralölkohlenwasserstoffe im Bereich des Grundwasseranschnitts handelt.“ So hätten zwei Belastungsbereiche mit wenigen Metern Ausdehnung ermittelt werden können, teilt Robert Krowas als Sachgebietsleiter der unteren Abfallwirtschafts- und Bodenschutzbehörde mit.

Die beiden Belastungen seien in 2,70 Metern Tiefe unter der Geländeoberkante gefunden worden. „Oberflächlich wurden keine Belastungen festgestellt“, heißt es weiter. Damit wurden die Einschränkungen in Bezug auf Grundwasserentnahme, Keller und Geothermie nur für einen „kleinen Teil des B-Plan-Gebietes aufrecht erhalten. Eine größere beziehungsweise flächendeckende Belastung ist nicht vorhanden“, so der Landkreis. Eine Gefahr für das Wasserwerk Lübben sei zu keinem Zeitpunkt gegeben.

Wichtig zu wissen ist also, dass  die Einträge punktuell gefunden wurden und längst nicht alle Grundstücke im Wohngebiet betroffen sind. Das lässt sich aus dem aktuellen Wissensstand schlussfolgern. Keine Angaben macht der Landkreis im Moment dazu, wie stark die Werte an den belasteten Stellen überschritten wurden.

Zwei von der LR befragte Anwohner, die anonym bleiben wollen, wollen nun die Versammlung Ende März abwarten. An der nahen Majoransheide befand sich bis 1990 das GUS-Tanklager.