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"Im Glanz der Trompeten" ins neue Jahr

Das Konzert in der Straupitzer Schinkelkirche mit den Dresdner Bach-Trompeten und Matthias Eisenberg an der Kirchenorgel war ein stimmungsvoller musikalischer Abschluss des Jahres 2016.
Das Konzert in der Straupitzer Schinkelkirche mit den Dresdner Bach-Trompeten und Matthias Eisenberg an der Kirchenorgel war ein stimmungsvoller musikalischer Abschluss des Jahres 2016. FOTO: I. Hoberg
Straupitz. Zeitiges Kommen sichert gute Plätze – das gilt inzwischen für die Silvesterkonzerte in der Straupitzer Schinkelkirche. 2013 gab es die Premiere, die in kürzester Zeit vorbereitet worden war. I. Hoberg

"Prof. Matthias Eisenberg hatte die Idee. Das wird den Nerv der Leute treffen, sagte er damals - und hatte recht", erinnert sich Pfarrer Christoph Hanke. Das bestätigte sich - die Zuhörer strömten in die Kirche und besetzten Plätze bis auf der zweiten Empore.

Und so war es auch diesmal wieder. Die Dresdner Bach-Trompeten unter Leitung von Joachim Karl Schäfer gestalteten das Programm "Im Glanz der Trompeten". Solistisch setzte Matthias Eisenberg an der Kirchenorgel besondere Akzente mit Werken von Alessandro Scarlatti, Johann Kaspar Kerll, Johann Ernst Eberlin und Jean Claude Balbastre. Die Kirchenorgel soll in diesem Jahr eine Reinigung erfahren, wie Pfarrer Hanke im Zusammenhang mit der Kollekte ankündigte. Rund 14 000 Euro werden für dieses Vorhaben benötigt, sagte er.

Alte Musik in neuen Bearbeitungen spielten die Trompeter Joachim Karl Schäfer, Kiichi Yotsumoto, Csaba Kelemen und Fabian Zocher sowie Uwe Hirth-Schmidt (Violoncello), Yuka Inoue (Kontrabass) und Ayumi Kitamura (Orgel). Die Organistin musizierte auf einem Instrument, das Prof. Eisenberg aus seinem Fundus zur Verfügung gestellt hatte. "Es handelt sich um eine Orgel der Firma Hammer", sagt er.

Nach dem Konzert bedankten sich Besucher persönlich bei Matthias Eisenberg für ein wundervolles Konzert. Doch nicht nur am Silvesterabend sorgte der Wahl-Straupitzer mit seinen Interpretationen an der Orgel für eine besinnliche Weihnachtszeit. "Er hat in den vier Adventsgottesdiensten gespielt - und auch Neujahr um 10 Uhr. Das macht er, weil er das als Berufung sieht", ist sich Pfarrer Hanke sicher. "Das ist nicht hoch genug zu bewerten, dafür kann man nicht genug Dank sagen."

Die Straupitzer Schinkelkirche ist zu den Gottesdiensten in der Weihnachtszeit bisher gut besucht gewesen. Während zur Christvesper am Heiligabend um 16 Uhr traditionell viele Familien zum Krippenspiel kommen, war auch der Gottesdienst um 22 Uhr, der besonders zur Einkehr einlud, gut besucht. "Was mein Vater vor 30 Jahren mit 20 Leuten begonnen hat, führt nun 200 bis 300 Menschen zusammen", sagt Christoph Hanke. Beeindruckend sei die Spendenbereitschaft für ,Brot für die Welt'.

Zu den Traditionen gehört in der Straupitzer Kirche inzwischen das Konzert im Kerzenschein am ersten Weihnachtsfeiertag. Bereits zum 18. Mal musizierten Dörthe Haring (Mezzosopran) und Stefan Kießling (Orgel). Besucher der Schinkelkirche hoffen auch künftig auf die Fortsetzung der Weihnachts- und Silvesterkonzerte.