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IHK-Sprechtag
IHK-Beraterin in Lübben vor Ort

Cornelia Bewernick ist Betriebsberaterin der IHK für Unternehmen im Landkreis Dahme-Spreewald und im Lübbener Rathaus Ansprechpartnerin.
Cornelia Bewernick ist Betriebsberaterin der IHK für Unternehmen im Landkreis Dahme-Spreewald und im Lübbener Rathaus Ansprechpartnerin. FOTO: Ingrid Hoberg / LR
Lübben. Die Industrie- und Handelskammer bietet in Lübben regelmäßig Sprechtage an.

Einmal im Monat schlägt Cornelia Bewernick ihr Notizbuch und ihren Kalender in der zweiten Etage des Lübbener Rathauses auf. Dann ist die Betriebsberaterin der IHK-Geschäftsstelle Schönefeld als Ansprechpartnerin für Themen wie Betriebsführung, Existenzgründung, Fördermöglichkeiten und Betriebsnachfolge vor Ort.

Kurz vor 12 Uhr verlässt ein junger Mann den Sprechtag. „Drei Besucher waren angemeldet. Das ist für zwei Stunden Beratungszeit gut“, sagt sie. Denn schließlich soll für jeden genügend Zeit zur Verfügung stehen. „Deshalb empfehlen wir die vorherige Anmeldung“, sagt die Beraterin. Zwei unternehmerische Neueinsteiger und ein Gründer, der seinen Neben- zum Haupterwerb machen will, sind diesmal in die Sprechstunde gekommen.

Bei den Gründern gibt es Beratungsbedarf. Der reicht von der Erstberatung, wenn es zunächst einmal eine Idee gibt, bis zu Fragen der Finanzierung. „Wir haben als IHK einen Überblick über Förderprogramme und können gemeinsam mit dem Gründer schauen, welches Programm zu seinem Plan passt“, sagt Cornelia Bewernick. Und sie hat Hinweise zum Lotsendienst, welche Coachingangebote es für Gründer gibt.

„Es gibt viele gute Ideen, doch oft wissen die Gründer nicht, was alles notwendig ist, um selbstständig zu arbeiten“, erklärt sie. Zwei Broschüren, „Gründen in Brandenburg“ und „Soziale Absicherung“, kann sie den Besuchern der Sprechstunde in die Hand geben. Und ihren eigenen Erfahrungsschatz gibt Cornelia Bewernick gern weiter. „Ich bin seit 2014 als Betriebsberaterin bei der IHK tätig und komme aus mittelständischen Unternehmen“, sagt sie. „So kann ich praxisnah beraten, kann den Gründern mit auf den Weg geben, was sie brauchen, um sich erfolgreich etablieren zu können“, erklärt sie. Sie kennt auch die regionalen Netzwerke.

Regionale Netzewerke bilden und nutzen, das ist eines der Themen der IHK. „In unserem Haus gibt es für den Gründungsprozess eine ganze Reihe von Service-Leistungen, auf die ich hinweisen kann“, sagt Cornelia Bewernick. Das Wissen als Unternhemer müsse immer wieder vertieft werden. Schließlich kommt jeder Gründer mit anderen Voraussetzungen in die Sprechstunde. „Mancher hat nur die Idee, ein anderer kommt gut vorbereitet und will über Schwerpunkte sprechen. Spezielle Fragen gibt es meistens, wenn aus dem Nebenerwerb ein Haupterwerb werden soll“, ergänzt sie.

Die angestrebten Geschäftsfelder haben oft einen Bezug zur persönlichen Lebenssituation, zur Region: spreewaldtypische Produkte erzeugen und vermarkten, touristische und landwirtschaftliche Dienstleistungen, Internethandel. „Die Beratung unterscheidet sich nicht von den Gesprächen in der Geschäftsstelle in Schönefeld“, stellt Cornelia Bewernick fest. Zwei Dritttel der Gründer sind bis 35 Jahre alt, ein Drittel ist in mittlerem Alter. Männer und Frauen sind gleich stark vertreten.  „Junge Frauen mit kleinen Kindern wollen so Familie und Beruf verbinden und haben manchmal schon Erfahrungen aus dem Social-Media-Bereich mit dem Online-Handel und finden dann den Mut zur Firmengründung“, sagt sie. Auch das Organisieren von Sport-Events passt in dieses Interesse der jungen Gründer, die mit ihren Ideen ein jüngeres Publikum ansprechen. „Jüngere Touristen in den Spreewald holen, das ist langfristig absolut notwendig“, betont die IHK-Beraterin.