Das bedeute noch die Hochwasseralarmstufe 1 von möglichen vier Stufen. Für den Abschnitt der Spree am Leibscher Unterpegel wurden 4,65 Meter gemessen. Das entspricht der Hochwasserwarnstufe 2. "Die Gemeinden Märkische Heide und Unterspreewald sind noch etwas stärker betroffen, da das Hochwasser jetzt erst diesen Bereich erreicht", sagt Janet Liermann von der Pressestelle des Landratsamtes Dahme-Spreewald.

Grundsätzlich sinken die Pegel in Lübben und der Spreewaldregion weiter. "Wir haben am Montag die Wasserabgabe von der Talsperre Spremberg von 65 Kubikmeter auf 50 Kubikmeter gesenkt", berichtet Wolfgang Genehr, Abteilungsleiter Süd vom Landesumweltamt. Dadurch geht die Strömung Richtung Spreewald zurück. "Am Dienstag reduzieren wir nochmals auf 35 Kubikmeter", sagt Genehr.

Ronny Schulz vom Technischen Hilfswerk Lübben (THW) sieht die Situation inzwischen recht entspannt. "Derzeit haben wir keine Einsätze in Lübben und Umgebung. Sollte es dennoch Schwachstellen an den Deichen geben, haben wir 23 000 Sandsäcke vorgelagert." Seinen Leitungsstab habe er dennoch weiter aktiv in Bereitschaft.

Auch Hagen Mooser, stellvertretender Stadtwehrführer in Lübben, wertet die fallenden Pegelstände optimistisch. "Bei uns entspannt sich die Lage weiter." Teils befüllte, teils leere Sandsäcke hält neben dem THW auch die Feuerwehr Lübben parat.

Seit Freitag können Kähne wieder fahren, Paddel- und Sportboote müssen aber noch in den Häfen bleiben. "Noch gilt eine Sperrung, mit Ausnahme gewerblicher Kahnfahrten und solcher, die für die Existenzsicherung notwendig sind", erklärt Stephan Loge (SPD), Landrat von Dahme-Spreewald. Eine Entscheidung für die weitere Lockerung des noch teilweise bestehenden Fahrverbotes im Spreewald soll am Mittwoch fallen.