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"Herdentrieb" kann teuer werden

Das ist diesmal ein teurer Parkplatz geworden: 20 Euro kostet das Knöllchen, wenn das Auto auf dem Lübbener Marktplatz abgestellt wird und die Mitarbeiter des Ordnungsamtes während ihrer Runde durch die Stadt gerade vorbei gekommen sind. Das Parken am Fahrbahnrand ist auf dieser Seite nur für Krankenwagen gestattet – so ist es ausgeschildert, wird aber besonders an Markttagen gern übersehen.
Das ist diesmal ein teurer Parkplatz geworden: 20 Euro kostet das Knöllchen, wenn das Auto auf dem Lübbener Marktplatz abgestellt wird und die Mitarbeiter des Ordnungsamtes während ihrer Runde durch die Stadt gerade vorbei gekommen sind. Das Parken am Fahrbahnrand ist auf dieser Seite nur für Krankenwagen gestattet – so ist es ausgeschildert, wird aber besonders an Markttagen gern übersehen. FOTO: Ingrid Hoberg
Lübben. Der Lübbener Marktplatz lädt zum Verweilen ein: Sonne tanken in der Mittagpause, mit dem Skateboard Runden drehen. So ist es von Stadtplanern gedacht und umgesetzt. Parken ist nicht erlaubt. Alternative Plätze stehen zur Verfügung, sollten aber besser ausgeschildert sein. Ingrid Hoberg

Wer auf dem Marktplatz außerhalb der Markttage eine Pause einlegt, kann es immer wieder beobachten. Ein Auto wird auf dem mit großen Platten ausgelegten Platz abgestellt, bald stehen eins, zwei, drei … daneben. Schnell mal ein Eis essen und dabei im Auto sitzen bleiben oder etwas in der Innenstadt erledigen - da wird der Markt- zum Parkplatz. Doch dieser "Herdentrieb", kann teuer werden. "Drei Mitarbeiter sind im gesamten Stadtgebiet unterwegs und ahnden auch die Ordnungswidrigkeiten auf dem Marktplatz", sagt Ordnungsamtsleiter Sebastian Hoffmann. 20 Euro kostet das Knöllchen fürs Falschparken.

Der Marktplatz gilt als Gehweg und die Fahrbahn, die mit Granitstein gepflastert ist, endet mit einem Bord. "Damit hebt sich der Platz ab", erklärt der Ordnungsamtsleiter und verweist damit auf die Straßenverkehrsordnung (STVO). Im § 12 wird das Halten und Parken geregelt. Zugelassen ist das Parken auf dem Gehweg nur mit dem blau-weißen Zeichen 315, das einen Pkw halbseitig auf dem Gehweg darstellt. Und dieses gibt es dort in der Innenstadt nicht.

Dass gerade auch einheimische Kraftfahrer immer wieder ihr Auto auf dem Marktplatz abstellen, ist vielleicht auf die Ausnahmeregelung im Winter 2010 zurückzuführen, nimmt Hannelore Tarnow, Pressesprecherin der Stadtverwaltung, an. Damals machten die Schneemassen eine Sonderregelung notwendig. "Doch diese ist längst wieder aufgehoben worden", betont sie und verweist auf die nun alljährlich erfolgenden Veröffentlichungen im Amtsblatt.

Besucher der Stadt schauen dagegen manchmal ratlos nach einem Parkplatz, wenn sie um den Markt kreisen und schließen sich anderen Falschparkern an. Dass gleich hinter dem Rathaus Am kleinen Hain kostenlose Stellflächen zu finden sind, wissen sie nicht. Das Hinweisschild am Brückenplatz ist schnell übersehen und für Ortsunkundige auch nicht sehr aussagefähig. "Dort überlegen wir, die Ausschilderung zu verbessern", sagt Bürgermeister Lars Kolan (SPD). Stadtplan mit Parkplätzen: unter www.luebben.de .

Kommentar: Der kurze Weg zum Parkplatz