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Hellmut Trunschke ist polnischer Ehrenbürger

Goyatz.. Der ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Schwielochsee, Dr. Hellmut Trunschke, ist von der polnischen Partnergemeinde Dabie zum Ehrenbürger ernannt worden. 70 Gäste waren zu dem Festakt in die Gronower Grundschule gekommen. hugo

Die Direktorin der Bildungseinrichtung und der Pädagogische Schulrat hatten die Ehrenbürgerschaft beantragt.
Zur Überraschung der Gäste wurde noch einmal symbolisch über diesen Antrag abgestimmt. Sämtliche Mitglieder des Gemeinderates votierten mit Ja. Diese Einmütigkeit, so war zu erfahren, sei in der Arbeit von 16 Ortsteilen einmalig gewesen.
Bürgermeister Czeslaw Domalewski würdigte in einer Laudatio das Wirken von Trunsch ke. „Ohne seine hohe Einsatzbereitschaft wäre es nie zu solch freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschen und Polen gekommen“ , sagte er. Der Laudator belegte das mit vielen Beispielen: regelmäßige Treffen von ehemaligen und jetzigen Gronowern, Begegnungen zwischen Sportlern, Feuerwehrangehörigen, Abgeordneten, Vertretern von unterschiedlichen Konfessionen und vor allem Schulkindern. Seit dem 21. März 2001 gibt es einen das Miteinander mit Goyatz regelnden Vertrag.
Trunschke wurde am 1. August 1928 in Grunow - heute Gronow und Ortsteil der 5157 Einwohner zählenden Gemeinde Dabie - geboren. Er gehörte zu jenen Vertriebenen, die auf der anderen Seite der Oder eine neue Heimat gefunden haben. Er berichtete, dass er seit 46 Jahren Kontakt mit Gronowern und anderen Meschen in der Umgebung der Gemeinde pflege. Viele Jahre sei er als Präsident der Europäischen Sportakademie und damit als Mitglied des Gremiums, das für die Entwicklung in der grenzüberschreitenden Spree-Neiße-Bober-Region Verantwortung trägt, aktiv gewesen. „Ich hatte immer die Überzeugung und es war eines meiner Lebensziele, für gute Beziehungen für beide Völker, die von der Geschichte arg gebeutelt wurden, zu wirken.“ Darin schließe er den Kampf gegen stereotype Denkweisen und Vorbehalte ein. Sichtlich bewegt nahm Trunschke die Ernennungsurkunde vom Vorsitzenden des Gemeinderates, Tadeusz Wozniak, entgegen.
Nächster „Meilenstein der Freundschaft“ wird am 17. Juni mit dem Treffen „Ehemaliger“ und „Jetziger“ in Gronow sein. (hugo/dh)