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| 15:08 Uhr

LDS-Führungsspitze wird weiblicher
Dahme-Spreewalds neue Baudezernentin heißt Heike Zettwitz

 Glückwünsche für die neue Beigeordnete Heike Zettwitz (l.) überbrachten unter anderem Monika von der Lippe und Stefan Ludwig von der Linken. Zuvor hatte der Lübbener Frank Selbitz (UBL) ihr vorsorglich einen Helm zur Begrüßung geschenkt. Bislang ist sie noch im Landkreis Görlitz unter anderem für Bauwesen zuständig. Dieses und weitere Fachgebiete wird sie künftig in Dahme-Spreewald übernehmen.
Glückwünsche für die neue Beigeordnete Heike Zettwitz (l.) überbrachten unter anderem Monika von der Lippe und Stefan Ludwig von der Linken. Zuvor hatte der Lübbener Frank Selbitz (UBL) ihr vorsorglich einen Helm zur Begrüßung geschenkt. Bislang ist sie noch im Landkreis Görlitz unter anderem für Bauwesen zuständig. Dieses und weitere Fachgebiete wird sie künftig in Dahme-Spreewald übernehmen. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Lübben. Mit einem Traumergebnis und somit großem Vertrauensvorschuss ist Heike Zettwitz zur neuen Beigeordneten und Baudezernentin in Dahme-Spreewald gewählt worden. 44 von 46 Kreistagsabgeordneten sprachen sich für sie aus. Von Ingvil Schirling

Mit der 1965 geborenen Görlitzerin wird die Führungsspitze im Landkreis weiblicher. Bisher gehören zur ersten Leitungsebene unter Landrat Stephan Loge zwei Frauen, die Beigeordnete und Vize-Landrätin Susanne Rieckhof sowie die Dezernentin Marion Degenhardt. Künftig wird von den fünf Dezernaten ein weiteres von einer Frau geleitet werden und die Quote, Landrat Loge eingerechnet, dann bei paritätischen 50:50 liegen.

„Im Dienst der Sache“

Heike Zettwitz ist bislang noch Dezernentin im Landkreis Görlitz und führt das Umwelt- und Bauaufsichtsamt, das Amt für Kreisentwicklung, die Ordnungs- und Straßenverkehrsbehörde, die Vermessung und das dort kreisliche Forstamt. In Dahme-Spreewald wird sie das Dezernat für Bauwesen, Verkehr und Umwelt übernehmen. Sie wolle sich weiterhin „in den Dienst der Sache stellen“ und auch schwierige Aufgaben „geräuschlos und ohne große Aufregung bewältigen“, sagte sie in einer kurzen Vorstellung vor den Kreistagsabgeordneten am Mittwochabend – durchaus auch mit Seitenblick auf den BER. Viele notwendige Genehmigungen und Prüfungen liegen bei den Landkreis-Behörden.

Ihre Motive für die Bewerbung liegen auch im privaten Bereich, sagte sie weiter, ohne dies im Kreistag näher auszuführen. In der etwas ausführlicheren Vorstellungsrede im Kreisausschuss hatte sie Bezug auf ihre in Berlin lebende Tochter genommen, der sie räumlich näher sein wolle.

Bekannt ist Heike Zettwitz durchaus aus dem „räumlichen“ Feld – nämlich dem der Raumordnung. Die Diplom-Geografin hatte unter anderem im Bereich der Regionalplanung gearbeitet. Ihr Abitur hatte sie übrigens in Weißwasser abgelegt.

Zustimmung deutete sich an

Schon im Kreisausschuss, dann auch im Kreistag deutete sich große Zustimmung für die Personalentscheidung an. Die Vorauswahl unter den 13 Bewerbungen, von denen fünf eingeladen worden waren, hatte eine Kommission getroffen. Das Vorschlagsrecht hat der Landrat.

Die Entscheidung über eine mögliche geheime Wahl fiel entsprechend der Vorzeichen knapp aus: Nur zwei Abgeordnete waren dagegen. Die Auszählung der 46 Stimmen ergaben schließlich bei einer ungültigen und einer Nein-Stimme 44 Kreuze bei „Ja“.

Nach bisherigen Informationen wird sie ihre Arbeit in der Führungsspitze der Landkreisverwaltung im November aufnehmen. Sie folgt auf den im Februar wegen Untreue-Vorwürfen abgewählten Chris Halecker (Die Linke). Heike Zettwitz ist Mitglied der CDU.