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| 11:49 Uhr

Mobilität
Wie mobil sind die Lübbener?

Lübben. Die Kreisstadt beteiligt sich in diesem Jahr an einer Haushaltsbefragung der Technischen Universität Dresden.

Zu Beginn des Jahres ist in Lübben eine Haushaltsbefragung zur Mobilität der Einwohner gestartet worden, teilt die Stadtverwaltung mit. Diese Untersuchung ist Teil des Forschungsprojekts „Mobilität in Städten“, das in mehr als 120 deutschen Städten und Gemeinden zeitgleich läuft. Das Projekt soll Erkenntnisse und Grunddaten für die örtliche und regionale Verkehrsplanung liefern.

Es werden Bürger aus allen Bevölkerungsschichten befragt. Sie sollen Auskunft darüber geben, ob und mit welchen Verkehrsmitteln sie im Alltag unterwegs sind, welche Entfernungen dabei zurückgelegt werden. Da die Voraussetzungen für die Mobilität individuell unterschiedlich sind,wird auch nach dem Besitz eines Führerscheins, der Erreichbarkeit von Haltestellen und dem Zeitaufwand für die täglichen Wege gefragt.

Die Befragung hat bereits begonnen und wird zwölf Monate laufen. Die Adressen der ausgewählten Haushalte werden per Zufallsverfahren aus dem Einwohnermelderegister gezogen, heißt es in der Mitteilung der Stadt Lübben. Es geht zuvor ein Ankündigungsschreiben heraus, in dem um die Mitwirkung gebeten wird. Die Teilnahme ist freiwillig.

Die eigentliche Erhebung wird telefonisch-schriftlich durchgeführt. Es wird darauf hingewiesen, dass geschultes Interviewpersonal eingesetzt wird. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Fragen über einen Online-Zugang im Internet zu beantworten. Darüber hinaus sind eine Telefonhotline und ein Webchat eingerichtet. Von der TU Dresden ist das Leipziger Institut Omnitrend GmbH mit der Erhebung beauftragt worden. Es werden die Daten erfasst, anonymisiert und dann zur Auswertung an die Universität übergeben. Die Bestimmungen des Datenschutzes werden eingehalten, so die Zusicherung.

Die Mitglieder der ausgewählten Haushalte werden gebeten, sich an der Befragung zu beteiligen. Jeder Haushalt stehe stellvertretend für einen Teil der Bevölkerung, so die Projektverantwortlichen. Nur durch die aktive Mitwirkung möglichst vieler können repräsentative Daten gewonnen werden. Diese seien für eine bedarfsgerechte Verkehrsplanung unerlässlich.

Auch Lübbener, die nur selten unterwegs sind, werden ausdrücklich zur Mitwirkung aufgerufen, da das Verkehrsverhalten der gesamten Wohnbevölkerung erfasst werden soll.

Das als System repräsentativer Verkehrsbefragungen (SrV) konzipierte Projekt wurde an der TU Dresden bereits 1972 begründet. Durch die regelmäßige Wiederholung dieser Untersuchung im Abstand von fünf Jahren liegen Erkenntnisse zur Verkehrsentwicklung über einen Zeithorizont von mehr als 40 Jahren vor. Sie zeigen unter anderem, dass Mobilität und Verkehr in der Stadt und in Gemeinden große Unterschiede aufweisen können.

 Ein kostenloses Infotelefon steht für Rückfragen unter 0800 8301830 zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: