Von Chris Guhrenz

Am Samstag stand die zweite Runde des als Vierer-Turniers (mit SV Motor Hennigsdorf, TSG Lübbenau, Grünheider SV und dem HC Spreewald) ausgetragenen HVB-Pokals an. Gastgeber war der Landesligist aus Hennigsdorf. Da der HC Spreewald sowohl auf Tobias Lubig und André Zogbaum als auch auf seine beiden Toptorschützen Pascal Freund und Nils Werner verzichten musste, galt es, sich – ohne weitere Verletzungen – für die noch bevorstehenden drei Spiele bis zum Jahresende einzuspielen. Dabei trafen die Spreewälder im Halbfinale auf den Ostsee-Spree-Ligisten aus Grünheide, der auch nur mit zehn Spielern anreiste. Die Gurkentruppe blieb bis zum Seitenwechsel nach 20 Minuten in Schlagdistanz (7:6). Leider verletzte sich zu diesem Zeitpunkt Jörn Grötschel unglücklich am Sprunggelenk und verlängert somit die Verletztenliste des HCs. Nach dem zwischenzeitlichen 11:7 (29.) verkürzten Tim Glowinkowski, Chris Guhrenz und Christian Krause auf 11:10 (33.). Die Partie blieb ruppig, denn für die Grünheider war eine Niederlage nicht eingeplant, wohingegen der HC durch eine aggressive Abwehr und ein gut aufgelegtes Torhüterduo Kleindienst/Wegner plötzlich an der Sensation schnupperte. Beim 12:12 (38.) war der Ausgang des Spiels weiterhin offen. Grünheide gelang es nachfolgend über ihren treffsichersten Schützen, Tom Griebsch (7 Tore), 25 Sekunden vor Ende vorzulegen. Der HC bestrafte jedoch mit einem „Bauerntrick“ die nachlässige Grünheider-Hintermannschaft zu Gunsten eines Strafwurfs, der nervenstark durch Tim Glowinkowski zum 13:13-Endstand verwandelt wurde. In der 2x5-minütigen Verlängerung fehlte es den HC-Akteuren an Glück und Durchschlagskraft, so dass sich der Grünheider SV nach hartem Kampf mit 14:17 durchsetzte.

Da die in Normalbesetzung angetretene TSG aus Lübbenau gegen den Landesligisten aus Hennigsdorf im zweiten Halbfinale überraschend mit 22:17 unterlegen war, spielten sie gegen den HC – in der Wiederauflage des Derbys von letzter Woche – den dritten Turnierplatz aus. Dabei stand vor allem der Spaß im Vordergrund. So erzielte Torhüter Florian Kleindienst sein erstes Saisontor vom Siebenmeterpunkt. Am Ende trennten sich beide Mannschaften – ohne große Gegenwehr und vor allem ohne weitere Verletzungen – mit 19:24 für die TSG.

Das Finalspiel war letztlich eine klare Angelegenheit für den Grünheider SV, der dem Gastgeber SV Motor Hennigsdorf beim 36:9 keine Chance bot. Die Regularien des HVBs wollten es so, dass drei Mannschaften aus Süd- und Ostbrandenburg, die ihrerseits um die bestmögliche Platzierung in ihrer Liga kämpfen, nach Hennigsdorf reisen mussten. Trotz alldem ist es fraglich, ob die Attraktivität des HVB-Pokals in einer leeren Halle, ohne Verpflegung und Harzverbot langfristig gesteigert werden kann.

Am ersten Adventswochenende steht nun das Heimspiel gegen die zweite Vertretung des Grünheider SV auf dem Programm. Anwurf im Lübbener „Blauen Wunder“ ist am Samstag, den 1. Dezember, um 18.15 Uhr.

Es spielten für den HC Spreewald: Florian Kleindienst und Daniel Wegner (beide im Tor), Danilo Wendt, Jörn Grötschel, Tim Glowinkowski, Chris Guhrenz, Erik Handke, Christian Krause, Jens Kranick und Bert Orbanz.