(cgz) HC Spreewald - LHC Cottbus  II | 24:25 (12:10). Vor sechs Wochen erkämpfte sich die erste Männermannschaft des HC Spreewald einen Punkt (24:24) gegen den Ligaprimus aus Brandenburg/West. Nach der durch die Heim-WM verlängerten Winterpause fehlte es in weiten Teilen der Mannschaft allerdings an den nötigen Tugenden – Kampf und Leidenschaft – sowie der Kaltschnäuzigkeit im Torabschluss. Infolgedessen setzte sich die zweite Vertretung des LHC Cottbus am Ende knapp mit 24:25 im Lübbener „Blauen Wunder“ durch. Mit fünf Verlustpunkten aus den letzten vier Spielen hat der Vorjahresmeister damit den Tabellenführer aus den Augen verloren und muss sich vor den kommenden, schweren Auswärtshürden in Ahrensdorf/Schenkenhorst und Teltow/Ruhlsdorf davor in Acht nehmen, nicht ins Mittelfeld der Brandenburgliga abzurutschen.

Nach dem 12:10-Halbzeitstand konnte sich die Gurkentruppe in den ersten sechs Minuten nach dem Seitenwechsel schnell auf 16:10 (36.) absetzen. Zu diesem Zeitpunkt zeigte die Abwehr die nötige Aggressivität und schaltete schnell in den Angriffsmodus um. Was nachfolgend passierte, war auch für Trainer Mirko Wolschke nicht nachvollziehbar. Trotz eines sicheren Rückhalts in Person von Florian Kleindienst wurden klare Einwurfmöglichkeiten liegen gelassen; noch schlimmer jedoch war die pomadige Rückwärtsbewegung einiger Akteure. Nach einem 6:0-Lauf gingen die bis dato abstiegsbedrohten Cottbuser mit 21:23 (53.) in Front. Der HC Spreewald verfiel in eine Art Schockstarre, aus der keiner der Akteure rechtzeitig erwachte. Am Ende brachten die routinierten Gäste ihren Vorsprung über die Zeit (24:25).