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| 02:46 Uhr

Grünes Licht für Breitbandausbau in Dahme-Spreewald

Bundesminister Alexander Dobrindt (links) überreicht den Zuwendungsbescheid für den Breitbandausbau im LDS an Wirtschaftsförderer Gerhard Janßen (rechts).
Bundesminister Alexander Dobrindt (links) überreicht den Zuwendungsbescheid für den Breitbandausbau im LDS an Wirtschaftsförderer Gerhard Janßen (rechts). FOTO: Schaaf
Lübben/Berlin. Am Dienstag hat Gerhard Janßen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH, einen Zuwendungsbescheid aus den Händen von Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) entgegengenommen. red/bt

Dahme-Spreewald ist damit der erste Landkreis in Brandenburg, der mit dem Ausbau einer flächendeckenden, zukunftsfähigen Internetversorgung beginnen kann.

"Für Dahme-Spreewald bieten sich durch einen zielgerichteten Breitbandausbau vielfältige Chancen, seine Position als attraktiver Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum auszubauen. Sowohl für die Bürger als auch für die lokale Wirtschaft und den Tourismus erschließt Breitband-Internet neue Märkte und Angebote", sagte Landrat Stephan Loge (SPD). Mit der Förderung durch den Bund und das Land Brandenburg sollen mindestens 7600 Haushalte und 760 Unternehmen mit einem leistungsfähigen Breitbandanschluss von = 50 Mbit/s versorgt werden.

"Dass der Landkreis jetzt Vorreiter im Land Brandenburg ist, wurde nur möglich durch die frühzeitige Erstellung einer Machbarkeitsanalyse zum Breitbandausbau, mit der wir bereits Ende September 2015 die TÜV Rheinland Consulting GmbH beauftragt hatten", erklärt Loge. Anhand dieser Ergebnisse konnte bereits Ende April 2016 im zweiten Aufruf der Fördermittelantrag an das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gestellt werden.

Um das Projekt umsetzen zu können, sind zusätzlich zur Bundesförderung auch Eigenmittel des Landkreises und eine Förderung durch das Land Brandenburg notwendig. Eine Absichtserklärung zur Kofinanzierung durch das Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg liegt bereits vor. Der Bescheid werde demnächst in Lübben erwartet, hieß es.

Mit Vorlage des Zuwendungsbescheides durch den Bund kann der Landkreis Dahme-Spreewald jetzt auch den formalen Antrag stellen. Im April 2016 hat der Kreistag des Landkreises Dahme-Spreewald schon die Bereitstellung von bis zu 3,5 Millionen Euro Eigenmitteln bestätigt. Das Gesamtvorhaben war zu Beginn mit 21,5 Millionen Euro veranschlagt worden.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft wird die Umsetzung des Vorhabens begleiten. In einem nächsten Schritt folgt die öffentliche Ausschreibung für den Ausbau im Rahmen des Wirtschaftlichkeitslückenmodells. Das Land Brandenburg unterstützt dabei alle Landkreise mit der Bereitstellung von technischen und juristischen Beratern. "Wir gehen davon aus, dass nach Abschluss des Vergabeverfahrens voraussichtlich im Frühjahr 2017 mit dem Ausbau begonnen werden kann. Innerhalb von zwei Jahren sollten dann 95 Prozent aller Haushalte im Landkreis Dahme-Spreewald mit einem Breitbandanschluss versorgt sein", schätzt Gerhard Janßen ein.