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Groß Leuthen feiert Strandfest mit 3. Strandfestlauf und Riesen-Wasserrutsche

35 Teilnehmer und ein Dackel gingen beim 3. Strandfestlauf an den Start. ?Wir sind super zufrieden. Vor zwei Jahren haben wir mit zehn Startern begonnen?, sagt Jeannette Pellen, die den Lauf organisiert. Die Hobbyläufer bewältigten eine oder zwei Runden um den Groß Leuthener See.
35 Teilnehmer und ein Dackel gingen beim 3. Strandfestlauf an den Start. ?Wir sind super zufrieden. Vor zwei Jahren haben wir mit zehn Startern begonnen?, sagt Jeannette Pellen, die den Lauf organisiert. Die Hobbyläufer bewältigten eine oder zwei Runden um den Groß Leuthener See. FOTO: Isabell Kockot
Groß Leuthen. Etwas Abkühlung hätten sich die Läufer am Vormittag beim 3. Strandfestlauf im Rahmen des Groß Leuthener Dorffestes gewünscht. Immerhin waren die Sportler im Rundkurs um den örtlichen See größtenteils im Schatten unterwegs. Isabell Kockot

Dennoch bewogen die schwülen Temperaturen die meisten der 35 Teilnehmer dazu nur eine Runde von sieben Kilometern zurückzulegen. Knapp ein Drittel der Starter hatte der Ehrgeiz gepackt und sie stellten sich der Herausforderung, den Groß Leuthener See gleich zweimal zu umrunden. Pünktlich um 10 Uhr morgens ertönte die Startklappe. Das Organisationsteam um Jeannette Pellen hatte an alles gedacht. Die Strecke führte vom Dorfstrand, an der Sparkasse vorbei durch den Wotschok nach Klein Leuthen. Dort hatten Helfer eine Getränkestation an der Feuerwehr aufgebaut.

Nach dieser kleinen Schleife, die man deutlich spüre, wie Katja Lehmann sagt, ging es weiter in Richtung Weinbergstrand, wo erneut Erfrischungen bereitgestellt waren. Die Dollgenerin Katja Lehmann läuft regelmäßig ein bis zweimal pro Woche. "Entweder um den Groß Leuthener oder den Dollgener See", erzählt sie. Sie organisiere ebenfalls den Dollgener Jedermann Lauf, der in diesem Jahr am 9. September stattfindet. Nach der ersten Runde lief Sören Büssing als Erster über die Ziellinie. Damit verteidigte er schon zum 2. Mal den Pokal. Der Hobbyfußballer aus Langengrassau geht, wie die meisten Läufer hier, einfach nur aus Spaß an den Start und um sich ein wenig fit zu halten. Doch nicht nur Zweibeiner nahmen am Lauf teil. Nach knapp 49 Minuten lief Dackeldame Clara aus Biebersdorf mit ihren Herrchen Ines und André Boschan ins Ziel.

Clara musste dieses Mal, aus Rücksicht auf andere Teilnehmer, an der Leine laufen. "Das ist für sie schwieriger, da sie am Anfang gerne mit Vollgas startet", berichtet André Boschan lachend. "So gebe ich das Tempo vor und ich bin etwas langsamer als sie." Alle drei hatten das erste Mal am Lauf teilgenommen. "Die Strecke ist sehr schön und der Lauf ist top organisiert", lobt Ines Boschan. Die Distanz von knapp 14 Kilometern hatte Oliver Hannusch mit Bravour absolviert. Nach weniger als einer Stunde wurde er beim Zieleinlauf bejubelt. Allen Läufern wurde bei der abschließenden Siegerehrung eine Urkunde und ein Sportbeutel durch Ortsvorsteherin Christine Exler überreicht. Für die Podiumsplätze gab es zu dem Medaillen und Gutscheine.

Am Nachmittag ging es mit Kaffee und Kuchen direkt am Strand weiter. Die Groß Leuthener Frauen hatten sich für das reichhaltige Kuchenbuffet ins Zeug gelegt. Gestärkt mit süßen Leckereien drehten zahlreiche Paare ihre Runden auf der Tanzfläche zu den zünftigen Klängen der Goyatzer Blasmusikanten. Auch der dann einsetzende Regen tat der Stimmung keinen Abbruch, denn so ein Wetter sind die Groß Leuthener zu ihrem Strandfest ja gewohnt. Die Kinder der Kita Marienkäfer hatten einige Lieder einstudiert und sorgten für schmunzelnde Gesichter bei Eltern, Großeltern und Gästen. Der Groß Leuthener Männerchor bot ein heimatliches Musikprogramm. Derweil hatten die Männer der freiwilligen Feuerwehr eine riesige Wasserrutsche am abschüssigen Hang des Strandes aufgebaut. Drei Teams traten in einem unterhaltsamen Wettstreit gegeneinander an. Im Staffellauf ging es für die einzelnen Teilnehmer den Hügel im Sprint hinauf, wo sie sich mit Schwung auf Reifen und Luftmatratzen auf die mit Folie und Wasser präparierte Rutsche warfen.

Am Abend verlagerte sich das Programm vom Strand auf den See. In der Dunkelheit erschien das Sandmännchen. Auf einem Boot wurde es von Pittiplatsch und Herrn Fuchs auf dem Steg abgesetzt. Von dort aus entführte der Sandmann die zahlreichen Zuschauer in eine Traumwelt aus Einhörnern, Zentauren und anderen Fabelwesen. Den Abschluss bildeten der traditionelle Kahnwalzer und ein imposantes Feuerwerk über dem See. Dem Fischereiverein, der Feuerwehr und dem Dorfclub war es wieder einmal mit viel Vorbereitung gelungen, die Gäste zu verzaubern.

Ergebnisse vom 3. Strandfestlauf:

Frauen (7km) Frauen (14km)

1. Elisabeth Schalt (36:33 Min.) Ariane Schalt (1:07:48 Std.)

2. Petra Meritz (37:17 Min.) Natalia Sklomeit (1:19:57 Std.)

3. Melanie Kaffler (37:29 Min.) Heike Britz (1:28:34 Std.)

Männer (7km) Männer (14km)

1. Büssing Sören (29:03 Min.) Oliver Hannusch (0:59:06 Std.)

2. Nico Heinze (33:51 Min.) Manfred Klosar (1:04:51 Std.)

3. Peter Müller (39:41 Min.) Joachim Häusler (1:06:45 Std.)

Kinder und Jugendliche (7km)

weiblich männlich

1. Celine Werner (41:41 Min.) Philipp Daum (33:26 Min.)

2. Eva Lehmann (41:56 Min.) Julian Wachmann (35:57 Min.)

3. Celina Draunick (45:35 Min.)

Infobox:

Am Abend waren die Schutz(B)engel der Brandenburger Verkehrssicherheitskampagne "Lieber sicher. Lieber leben." auf dem Festgelände unterwegs. In ihren blauen Outfits und mit großen goldenen Flügeln zogen sie die Aufmerksamkeit auf sich. Die vom Brandenburger Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung entsandten Botschafter kommen mit Feiernden ins Gespräch und möchten Besucher über Verkehrssicherheitsthemen informieren und sie zu einem rücksichtsvollen Umgang im Straßenverkehr aufrufen. Sie hatten Promilletester dabei und waren gleichzeitig auch daran interessiert, welche Probleme die Gäste im regionalen Verkehr sehen.