ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 17:35 Uhr

Bildung
Groß Köriser Schule schärft ihr Profil

Manon und Thomas Hähnel (Mitte) mit Elternsprecherin Dörthe Ziemer (links) und ihrer Stellvertreterin Maren Wernitzsch vor dem Eingang, an dem die Kinder morgens persönlich empfangen werden.
Manon und Thomas Hähnel (Mitte) mit Elternsprecherin Dörthe Ziemer (links) und ihrer Stellvertreterin Maren Wernitzsch vor dem Eingang, an dem die Kinder morgens persönlich empfangen werden. FOTO: LR / Ingvil Schirling
Groß Köris. Grund- und Oberschule Schenkenland baut sportbetonte und naturwissenschaftliche Ausrichtung weiter auf und aus. Von Ingvil Schirling

Über die Grund- und Oberschule Schenkenland ist viel gesprochen und geschrieben worden in den vergangenen Monaten. Ihr Wunsch ist es, sich um eine gymnasiale Oberstufe zu erweitern. Darum war im Kreistag im Rahmen der Schulentwicklungsplanung hart gekämpft worden. Doch ehe dies genehmigt werden kann, müssen ausreichend Schüler da sein. Deshalb hat die Schule vor einiger Zeit begonnen, ihr Schulprofil deutlich zu schärfen. Erste Erfolge, auch bedingt durch den Zuzug in der Region, sind da: „Erstmals war das Anwahlverhalten so, dass wir Schüler ablehnen mussten“, sagt Rektorin Manon Hähnel. „Das ist neu für uns.“

Sie leitet die Schule seit zwei Jahren. „Schon vor meiner Zeit ging es darum, dass wir ihr ein Gesicht geben wollen“, resümiert sie, „damit ihre Attraktivität gesteigert wird.“ Gemeinsam mit dem staatlichen Schulamt, dem Amt Schenkenländchen als Schulträger, mit der Elternvertretung, privaten Unterstützern und Vereinen ist ein Portfolio erwachsen, dass auf drei Säulen basiert: die naturwissenschaftliche und sportliche Ausrichtung sowie ein vielfältiger Ganztagsbetrieb.

Die sportliche Ausrichtung bot sich an, weil zwei junge Sportlehrer im Team der 29 Lehrerkollegen sind. 300 Schüler lernen zurzeit an der Bildungseinrichtung. Thomas Hähnel als stellvertretender Schulleiter schätzt ein: „Sie bringen uns in unserer sportlichen Ausrichtung weit nach vorne.“

Daraus und aus gewachsenen Beziehungen zur Region ergeben sich Kooperationsverträge, beispielsweise mit dem SV Teupitz/Groß Köris, mit den Ruderern von Sparta Klein Köris oder dem SC Karate Bestensee.

„Aber auch in den Naturwissenschaften können wir uns profilieren“, sagt Manon Hähnel. Elternsprecherin Dörthe Ziemer zufolge bietet sich das im ländlichen Raum an. Wichtig sei ihr auch, die Region mitzunehmen. Daher war kürzlich zum „Open Space“ eingeladen worden, zum offenen Raum, in dem sich alle austauschen konnten, „die im Amt mit Jugendlichen zu tun haben“, sagt sie. Die Leitfrage war: „Wie stellen wir uns die einzige weiterführende Schule im Amt vor?“, skizziert sie. Es habe ein „schönes Feedback“ gegeben. Auch, „weil wir uns bewusst gemacht haben, was schon alles da ist.“ Darunter der Kontakt zur Firma Rolls Royce, über den Praktika und Führungen organisiert werden.

„Wichtig ist uns die Mund-zu-Mund-Propaganda inklusive der Botschaft, dass die gymnasiale Oberstufe kommt, sobald die Schülerzahlen da sind. Ich glaube schon, dass es weiter nach oben geht“, sagt Dörthe Ziemer.

Um dann genügend Platz zu haben, soll die Schule 2019 räumlich erweitert werden. In einem Modulbau sollen zehn bis zwölf Klassenzimmer für Schule und Hort entstehen. Das Souterrain des Haupthauses würde frei, und Manon Hähnel schwebt ein Musikraum vor. „Auch musikalisch sind wir gut aufgestellt“, weist Manon Hähnel auf einen Chor und eine Band hin.