Mit rund 176 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II rechnet die Gemeinde Märkische Heide für den Bildungssektor. Darüber informierte Bürgermeister Dieter Freihoff (SPD) während der Sitzung des Hauptausschusses. „Die Grundschule in Gröditsch wird dabei unser Schwerpunkt sein“, kündigte Bauamtsleiterin Annett Lehmann an. Investiert werden könnte in die Einrichtung eines Arbeitskabinetts für Naturwissenschaften. Zudem könne ein neues Parkett für die Turnhalle finanziert werden.

Allerdings habe es kurzfristig einen anderen Vorschlag des Schulleiters Dirk Hermann gegeben: Die Schule habe für ihre zwölf Klassen zwar ausreichend Unterrichtsräume. Aber für das von ihr betriebene Flex-Modell seien zusätzliche Räumlichkeiten notwendig. Bisher werde der Hort mitgenutzt.

„Ein Anbau würde die 176 000 Euro bei Weitem überschreiten“, sagte Annett Lehmann. Hinzu käme, dass wegen der Außenanlagen, die in den vergangenen Jahren neu gestaltet worden waren, „eigentlich kein Anbau, sondern nur eine Aufstockung in Frage kommt“, schätzte die Bauamtsleiterin die örtlichen Gegebenheiten ein. Mit einer Aufstockung könnte allerdings das Problem gelöst werden, dass die Schule über keinen zweiten Rettungsweg verfügt.

Bürgermeister Freihoff kündigte an, dass es zu dem Raumproblem der Gröditscher Schule an Ort und Stelle in der nächsten Woche einen Termin mit der SPD-Landtagsabgeordneten Sylvia Lehmann gebe. „Wir werden versuchen, auch andere Fördermittelquellen zu erschließen.“

Für Infrastrukturvorhaben stehen ihm zufolge etwa 111 000 Euro zur Verfügung. Die Verwaltung schlage für deren Verwendung folgende Vorhaben vor: Heizungsumstellung im ehemaligen Schulkomplex Groß Leuthen, Neugestaltung der Fassade der Turn- und Reithalle Pretschen, Umgestaltung des ehemaligen Konsums in Alt Schadow zu einem Gemeindehaus, Umgestaltung des Gemeindehauses in Krugau sowie Verbesserung der Breitbandversorgung im Gemeindegebiet.

Die Ortsbeiräte sind Annett Lehmann zufolge gebeten worden, sich zu diesen Vorhaben zu positionieren oder andere Vorschläge zu unterbreiten. Allerdings dränge die Zeit. Denn die von der Gemeinde aufzubringenden Eigenanteile müssten in den Nachtragshaushalt eingearbeitet werden. Dieser soll spätestens im Juli von der Gemeindevertretung verabschiedet werden, „damit wir mit der Realisierung der Projekte wenigstens noch anfangen können“, sagte Annett Lehmann.