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| 17:15 Uhr

Gewinnspiel Lausitzer Rundschau
Ein Geldsegen zur rechten Zeit

 Die alte Couch hat ausgedient: Ingeborg Triebler aus Neu Zauche will ihren Gewinn in Höhe von 1000 Euro für ein neues Ecksofa einsetzen.
Die alte Couch hat ausgedient: Ingeborg Triebler aus Neu Zauche will ihren Gewinn in Höhe von 1000 Euro für ein neues Ecksofa einsetzen. FOTO: LR / Liesa Hellmann
Neu Zauche. Der Gewinn in Höhe von 1000 Euro kommt Ingeborg Triebler aus Neu Zauche gelegen, denn einen Wunsch hat sie schon lange. Von Liesa Hellmann

„Nie im Leben hätte ich zu träumen gewagt, dass ich einmal so viel Geld gewinne.“ Dies sind die ersten Worte, die Ingeborg Triebler aus Neu Zauche zu ihrem Gewinn beim RUNDSCHAU-Rätsel findet.

Die herzliche 83-Jährige lädt in ihr Wohnzimmer ein, Kater Tommy gesellt sich dazu. Bei Kaffee und Kuchen erzählt sie von ihrer Jugend in Neu Zauche. 1935 geboren, hat sie zeitig auf der Wirtschaft ihrer Eltern geholfen. Pferde, Kühe, Schweine und Hühner wollten versorgt werden. „Mein Vater und mein Bruder waren richtige Pferdenarren“, erzählt sie. Die schönsten Pferde sollten natürlich präsentiert werden, und zwar beim alljährlichen Neu Zaucher Stollenreiten. Beim Stollenreiten galoppiert die Dorfjugend um die Wette, die Pferde tragen anstelle eines Sattels nur eine Decke. Weil ihr Bruder noch zu jung war, stieg Ingeborg Triebler 1951 selbst aufs Pferd. „Damals hat es sehr stark geregnet. Kurz bevor es losging, platzte der Gurt, mit dem die Decke auf dem Pferd befestigt war, und alles rutschte herunter. Da übt man die ganze Woche und dann diese Blamage“, erinnert sich Ingeborg Triebler lachend. Später war sie nur noch als Zuschauerin dabei – und das bis heute.

Das Stollenreiten im Sommer und die Fastnacht im Winter sind für sie zwei wichtige Ereignisse. „Ich freue mich, dass die Jugend die Tradition fortführt, zur Fastnacht in Tracht zu gehen.“ Obwohl sie keine Sorbin ist, gehört die Tracht für sie zum Dorfleben einfach dazu. Lange Zeit hat sie sie selbst getragen. Mittlerweile kann Ingeborg Triebler aus gesundheitlichen Gründen nur noch als Zuschauerin an der Fastnacht teilnehmen. Viele Jahre harte Arbeit, zuerst auf dem Hof ihrer Eltern, später in einem Neu Zaucher Holzverarbeitungswerk, haben ihre Spuren hinterlassen. Nach einer Rückenoperation im vergangenen Jahr ist sie aber optimistisch, dass es mit ihrer Gesundheit wieder bergauf geht. „Nicht pessimistisch denken, sondern nach vorne schauen“, ist ihre Devise.

Sie bezeichnet es als ihr größtes Glück, dass es ihrer Familie gesundheitlich und beruflich gut gehe. Dass die Familie bei Ingeborg Triebler ganz oben steht, merkt man schnell: Ihr Wohnzimmer ist geschmückt mit Bildern ihrer drei Kinder, sechs Enkel und sieben Urenkel. Von ihnen allen erzählt sie mit Stolz. Mittlerweile lebt ihre Familie über ganz Deutschland verstreut, viele Familienmitglieder sind aber auch in der Region geblieben. Auch ihre Schwestern leben nicht weit entfernt. Sie waren die Ersten, denen Ingeborg Triebler von ihrem Gewinn erzählte.

„Meine Güte, das darf doch nicht wahr sein“, habe sie gedacht, als der Anruf von der RUNDSCHAU kam. „Aber ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn“, scherzt sie. Denn an Rätselgewinnspielen habe sie bereits öfter teilgenommen, und ein paar Mal ihr Glück beim Lotto versucht, doch ohne nennenswerten Erfolg. Seit ungefähr 50 Jahren ist es ihr „tägliches Ritual“, beim Frühstück die RUNDSCHAU zu lesen. Das Lösen der Kreuzworträtsel gehört für sie ganz selbstverständlich dazu. Ihr Gewinnerrätsel hat sie in wenigen Minuten gelöst, denn „das war wirklich nicht schwer“, wie sie sagt.

Eine Idee, wie sie die 1000 Euro einsetzen will, hat Ingeborg Triebler bereits. Sie deutet auf ihre Couch: „Die habe ich nun schon seit gut 25 Jahren und langsam kann ich sie nicht mehr sehen“, sagt sie lachend. „Den Gedanken, mir ein neues Sofa anzuschaffen, habe ich schon lange. Da kommt der Gewinn genau richtig.“

Freuen dürfen sich zudem die befreundeten Seniorinnen, mit denen sich Ingeborg Triebler seit nunmehr 15 Jahren regelmäßig trifft. Beim nächsten Seniorentreff möchte sie ihnen eine Runde ausgeben.