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| 02:40 Uhr

Gespräche am Küchentisch in der Tagespflege

Marianne Hahn, Christel Fischer und Wolfgang Ludwig (v.li.) plaudern am Küchentisch in der neuen Tagespflege des ASB in Lübben.
Marianne Hahn, Christel Fischer und Wolfgang Ludwig (v.li.) plaudern am Küchentisch in der neuen Tagespflege des ASB in Lübben. FOTO: A. Staindl/asd1
Lübben. Die neue Tagespflege des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) an der Berste in Lübben wird von etwa 40 Frauen und Männer genutzt. Leiter Peter Mularczyk freut sich über "die tolle Zahl". asd1

Zwölf Plätze stehen zur Verfügung. Noch gibt es freie Kapazitäten, wie der Pflegedienstleiter René Brockmann sagt. Die Tagesgäste würden die Einrichtung durchschnittlich an zwei Tagen pro Woche besuchen. "Ich fühle mich sehr wohl hier", sagt Wolfgang Ludwig. "Die Mitarbeiter sind freundlich und zuvorkommend, die Atmosphäre ist super. Und Probleme werden nicht zerredet, sondern schnell gelöst." Für den 90-Jährigen ist zudem wichtig, "das Gefühl zu haben, nicht allein zu sein". So wie er wohnt auch Christel Fischer in der Wohnanlage. Die 91-Jährige besucht ebenfalls die neue Tagespflege im Erdgeschoss des Objekts in Nachbarschaft der Sozialstation. "Hier bin ich unter Menschen und brauche nicht allein in meiner Wohnung zu sitzen. Und bei Sorgen ist immer ein Ansprechpartner da." Seit Dezember des vergangenen Jahres lebe sie im Haus mit den alters- und behindertengerechten Wohnungen. "Ich bin hier eingezogen, weil immer jemand da ist, wenn es mir schlecht geht", erzählt Christel Fischer. "Meine Kinder können ja nicht immer hier sein." Die Gäste der neuen Tagespflege kommen aus der Wohnanlage im Objekt, aber auch aus anderen Wohnungen der Region. "Wir beginnen jeden Tag mit einem gemeinsamen Frühstück", erzählt Peter Mularczyk. "Anschließend gibt es verschiedene Angebote. Die Zeitungsschau der Lausitzer Rundschau gehört ebenso dazu wie Sport, Spiel und gemeinsamer Gesang, auch ein Töpferkurs wird angeboten. Unsere Tagesgäste sind zudem sehr an der Entwicklung von Lübben und dem Umland interessiert. Erkundungsfahrten mit dem Auto und Spaziergänge sind deshalb sehr beliebt", sagt der Einrichtungsleiter. "Und wir besuchen gemeinsam Märkte. Etwas selbst einkaufen zu können, stärkt die soziale Teilhabe unserer vorwiegend älteren Gäste." Die Küche der Tagespflege sei "äußerst beliebt". Dort finden viele Gespräche statt. Längst seien erste Freundschaften zwischen den Tagesgästen entstanden. Mularczyk: "Wer möchte, kann bei der Zubereitung der Speisen helfen." Gäste und Leitung besprechen das Programm gemeinsam. "Gemeinsam statt einsam" ist auch das Motto der Einrichtung. "Ich habe hier immer Unterhaltung und andere Leute um mich rum", sagt Marianne Hahn (82). "Das gefällt mir."

Kürzlich waren Kinder und Erzieher der evangelischen Kita zu Gast. Sie hatten sich mit einem Programm für einen kleinen Erste-Hilfe-Kurs durch Mitarbeiter der Tagespflege bedankt. "Wir wollen die Zusammenarbeit ausbauen", sagt Peter Mularczyk.