Einen Ortschronisten will Frank Selbitz, Vorsitzender der Fraktion Pro Lübben, verpflichten, der das aktuelle Geschehen in Lübben und den Ortsteilen notiert und für die Zukunft aufarbeitet. Dazu hat er in den zurückliegenden Monaten die Corona-Zwangspause genutzt, unterstützt von Grit Britze, Referentin im Rechtsamt der Stadt, um eine Chronistensatzung auszuarbeiten.
Diese soll es möglich machen, einen ehrenamtlichen Stadtchronisten zu bestellen. Denn bisher werde die Stadtgeschichte allein aufgrund verschiedener Privatinitiativen festgehalten. Diese Aufzeichnungen sind nicht immer öffentlich zugänglich. Die Arbeitsergebnisse des künftigen Stadtchronisten sollen dagegen regelmäßig dargestellt und in der Stadtbibliothek aufbewahrt werden. Dafür erhält der Chronist eine pauschale Aufwandsentschädigung von 100 Euro pro Monat. „Das Amt soll eine Ehre und Auszeichnung sein“, so Selbitz im Bildungsausschuss des Monats August. Für die Dauer von drei Jahren könnte der Ortschronist berufen werden. Diese zeitliche Begrenzung hält Steffen Sternberger (Die Stadtfraktion) für wichtig.

Idee zu Lübbener Ortschronisten findet Unterstützung

Bei der Ausschreibung der Stelle soll der Heimatverein einbezogen werden. Möglicherweise könne man geeignete Kandidaten auch persönlich ansprechen, so Selbitz. Den Gedanken, die Stelle des Ortschronisten zu besetzten, unterstützt auch Museumsleiterin Corinna Junker. Jedoch sieht sie bei den hauptamtlichen Kräften keine Möglichkeit, diese Aufgabe umfassend zu übernehmen. Junker sichert in ihrer Stellungnahme jedoch zu, den ehrenamtlichen Stadtchronisten zu unterstützen, wenn es um Digitalisierung, Speicherung oder Inventarisierung des Materials geht.
Bisher gab es in den Fachausschüssen Zustimmung für die Vorlage. Die Entscheidung fällt die Stadtverordnetenversammlung am 27. August.