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| 02:42 Uhr

Gerüchte über Flüchtlingsunterkunft im Hotel verbreiten Sorge

Van der Valk - Spreewald Parkhotel Niewitz
Van der Valk - Spreewald Parkhotel Niewitz FOTO: Spreewald Parkhotel
Bersteland. Soll das Spreewald Parkhotel in Niewitz (Bersteland) vom Landkreis als Flüchtlingsunterkunft genutzt werden? Diese Frage beschäftigt Einwohner wie Kommunalpolitiker, nachdem dazu Gerüchte aufkamen. Eine Antwort können nur das holländische Unternehmen Van der Valk, das neben anderen Hotels in Deutschland auch das Parkhotel betreibt, und der Landkreis Dahme-Spreewald geben, der fortlaufend Grundstücke und Objekte zur Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen prüft. I. Hoberg

Auf RUNDSCHAU-Nachfrage bestätigen beide Seiten, dass es erste Gespräche zu dem Thema gegeben habe - ohne genaue Verabredung, ohne Verträge, wie die Pressesprecherin des Landkreises betont.

"Ich habe ständig Anrufe, werde überall daraufhin angesprochen", sagt Manfred Mietusch, Bürgermeister von Bersteland. Er macht sich Sorgen um die Entwicklung der Gemeinde, um die Zukunft von Arbeitsplätzen in der Hotellerie. 180 Betten habe das Parkhotel. "In Abstimmung mit dem damaligen Lübbener Bürgermeister haben wir entschieden, dass ein großes Hotel vor den Toren der Stadt gebaut wird", erinnert er sich. Er habe vom Geschäftsführer des Hotels bisher immer gehört, dass das Haus gut ausgelastet sei. Die Lage am Gurkenradwanderweg spreche Gäste an. "Eine Umnutzung wird in der Gemeinde, die die Planungshoheit hat, keine Zustimmung finden", betont Mietusch.

Jens-Hermann Kleine (CDU), Direktor des Amtes Unterspreewald, weist darauf hin, dass das Tourismuskonzept von Bersteland gefährdet ist, das auf naturnahe Erlebnis- und Aufenthaltsqualität setzt. Die Gemeinde habe die Ansiedlung des Hotelgewerbes über 25 Jahre unterstützt und setze sich im Zuge der Windkraftplanung dafür ein, dass die Höhe von Windrädern begrenzt wird, um Sichtachsen zu erhalten und den Einfluss durch Blinklichter zu minimieren.

"Im Amt Unterspreewald gibt es 273 Plätze, gegenwärtig sind 168 Flüchtlinge und Asylbewerber untergebracht", informiert der Amtsdirektor. 60 Neuankömmlinge sind seit Kurzem in Neuendorf am See im Haus in Wutscherogge untergebracht, die anderen 108 in der Gemeinschaftsunterkunft in Zützen. Die Gemeinde Bersteland könne sich eine Unterbringung von Flüchtlingen in Einfamilienhäusern vorstellen, so Mietusch.