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Gerhard Kalinka

FOTO: Schirling
Beruf: Werkstoff-Wissenschaftler Partei: Bündnis 90/Die Grünen Geburtsjahr: 1962 Wohnort: Blankenfelde-Mahlow Was die Lausitz am dringendsten braucht: Eine zukunftsfeste wirtschaft-liche Perspektive! Dazu muss es ein gemeinsames und vom Bund ausfinanziertes Konzept geben. Künstliche Seen sind schön und gut, reichen aber nicht aus.

Was die Lausitz überhaupt nicht braucht: 80 Prozent des Kohlendioxids bis zum Erreichen der 2-Grad-Grenze sind schon in der Erdatmosphäre! Die Lausitz braucht kein totes Pferd (die Kohleverstromung) zu reiten.

Für wen ich mich besonders stark machen will: Für ein realistisches und zügiges Ausstiegsprogramm aus der Kohle, bei aber Arbeit und Kompetenz in der Lausitzer bleiben.

Was ich unbedingt verändern will: Die Lausitz darf mit dem Strukturwandel nicht allein gelassen werden! Die gewachsenen Industriestrukturen und die Erfahrung der Menschen müssen für Zukunftstechnologien erhalten und weiterentwickelt werden.

Das geht nur über Förderprogramme des Bundes, denn Klimaschutz ist eine nationale und globale Aufgabe.

Mit oder ohne Kohle - wie sieht die wirtschaftliche Zukunft der Lausitz aus: Mein Wunsch wäre ein "Silicon Valley" Ostdeutschlands, das gefördert vom Bund gemeinsam mit Forschung und Wirtschaft der Region entsteht. Wie ist Ihre Vision von der Lausitz 2030: Ich sehe die zentrale Batterieproduktion für moderne E-Mobilität samt Forschung und Zulieferindustrie nicht bei Tesla in Nevada, sondern in der Lausitz!

Ihre wichtigsten Ziele im Bundestag: In den ländlichen Räumen will ich dichtere ÖPNV-Anbindung und eine kleinteilige, gesunde Landwirtschaft ohne Massentierhaltung, Antibiotika und Glyphosat. Ich will eine Grundsicherung für Kinder und eine Mindestrente für Senioren. Schließlich setze ich mich für Weltoffenheit und Freihandel als Garanten für Frieden und Stabilität ein. Globaler Handel braucht aber einen fairen Rahmen. Nicht deutsche Arbeit und Sozialleistungen dürfen auf das Niveau von Billiglohnländern gedrückt werden. Sondern Importe dürfen hier nur auf den Markt, wenn sie unter anständigen sozialen und ökologischen Bedingungen hergestellt wurden.