ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 12:46 Uhr

Tourismus
Schilder geben neue Impulsefür Schüler und Tourismus

Elftklässler des Paul-Gerhardt-Gymnasiums in Lübben schauen auf eine der Tafeln, die sie gestaltet haben. Sieben Schautafeln stehen seit kurzem auf dem Wanderweg zwischen dem Gymnasium und dem Kletterwald in der Kreisstadt. Sie sind das Ergebnis des zwölften Gemeinschaftsprojekts des Gymnasium mit dem Tourismusverein Lübben und Umgebung. Auf den Tafeln wird Lübben als beliebter Erholungsort dargestellt.
Elftklässler des Paul-Gerhardt-Gymnasiums in Lübben schauen auf eine der Tafeln, die sie gestaltet haben. Sieben Schautafeln stehen seit kurzem auf dem Wanderweg zwischen dem Gymnasium und dem Kletterwald in der Kreisstadt. Sie sind das Ergebnis des zwölften Gemeinschaftsprojekts des Gymnasium mit dem Tourismusverein Lübben und Umgebung. Auf den Tafeln wird Lübben als beliebter Erholungsort dargestellt. FOTO: Andreas Staindl
Lübben. Gemeinschaftsprojekt von Tourismusverein und Gymnasium wird als voller Erfolg betrachtet. Von Andreas Staindl

Die Erfolgsgeschichte geht weiter. Auch das zwölfte Gemeinschaftsprojekt des Tourismusvereins Lübben und Umgebung mit dem Paul-Gerhardt-Gymnasium der Spreewaldstadt ist gelungen. Das wurde während der Präsentation kürzlich deutlich. Elftklässler der Bildungseinrichtung haben Schautafeln gestaltet, die Lübben als beliebten Erholungsort darstellen. Die sieben Tafeln wurden und werden zwischen dem Gymnasium und dem Kletterwald aufgestellt, unter anderem den Lehnigksberger Weg säumen.

„Der Weg wird damit weiter aufgewertet“, sagt Dieter Günzel. „Die Schüler waren sehr innovativ und haben sich mit tollen Ideen in die Gestaltung der Tafeln eingebracht.“

Der Ehrenvorsitzende des Tourismusvereins sowie der Lehrer Detlef Brose haben die Jugendlichen während des Projektes unterstützt. Seit Monaten hatten die 14 Schülerinnen und Schüler an der Gestaltung der Schautafeln gearbeitet, nicht etwa im Unterricht, sondern während ihrer Freizeit. „Die Schüler haben einen fantastischen Job gemacht“, würdigt Markus Karl deren Engagement. Der stellvertretende Vorsitzende des Tourismusvereins steht mit seiner Einschätzung nicht allein. Jürgen Lüth vom Freundeskreis für Lübben ist vom Projekt „begeistert. Es wertet, wie schon die Vorgängerprojekte, unsere Stadt weiter auf. Spuren der einzelnen Projekte sind inzwischen im gesamten Stadtgebiet zu sehen.“ Der Freundeskreis unterstützt die Vorhaben finanziell.

Zum dritten Mal werden jetzt Info-Tafeln an einem Wanderweg aufgestellt. Texte und Bilder haben die jungen Akteure mithilfe von Dieter Günzel und Detlef Brose zusammengestellt. Ihr Fazit: „Für die Umsetzung war sehr viel Geduld und Disziplin nötig. Wir haben gemeinsam um die besten Lösungen gerungen.“

Das Engagement der Schülerinnen und Schüler hat sich auch für sie selbst gelohnt: „Wir haben neue Erkenntnisse über die Tourismuswirtschaft in Lübben erhalten und unsere Teamfähigkeit verbessert.“

Die einzelnen Tafeln enthalten interessante Informationen über Lübben und den Spreewald, machen neugierig auf die Kreisstadt. Die Spreewaldbahn spielt ebenso eine Rolle wie Wellnessangebote, Gurken und Sagen, sportliche Aktivitäten oder die Bedeutung der Fließe.

Sylvia Lehmann (SPD), Landtagsabgeordnete und frühere Vorsitzende des Tourismusvereins, ist von der Arbeit der jungen Leute „begeistert. Professionell und fachlich sehr fundiert. Die Schüler haben die an sie gestellte Aufgabe aus meiner Sicht übererfüllt.“

Lübbens Bürgermeister Lars Kolan (SPD) spricht sogar von einem „Mehrwert für unsere Stadt“, der dank der Tafeln geschaffen werde.

Seit 2007 gibt es die Kooperation zwischen dem Tourismusverein und dem Gymnasium. „Ziel war und ist es, Schüler für den Tourismus zu interessieren“, sagt Dieter Günzel. „Unsere Vorstellungen und Erwartungen wurden weit übertroffen. Wir haben gemeinsam Projekte von hohem Nutzen realisiert.“

Und zwar mit Nachhaltigkeit, wie Ulrich Haase sagt. Der Leiter des Gymnasiums kündigte jedoch an, dass das zwölfte das vorerst letzte Projekt gewesen sein könnte. Hintergrund ist, dass er und Detlef Brose in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen und es dann eventuell „schwieriger wird, Dinge fortzusetzen“.

Dieter Günzel plädiert für eine Fortsetzung der Kooperation mit dem Gerhardt-Gymnasium: „Wir müssen allerdings neue Wege gehen, auch weitere Partner mit ins Boot holen.“