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| 12:27 Uhr

Richtfest
Ein Haus für die Dorfgemeinschaft

 Der ehrenamtliche Bürgermeister Norbert Janetzki (l.) und Annette Joppich von der Amtsverwaltung schlagen die traditionell letzten Nägel ein. Der Ortsvorsteher Ralf Raith (vorn Mitte) schaut noch zu und kümmert sich wenig später um den dritten Nagel.
Der ehrenamtliche Bürgermeister Norbert Janetzki (l.) und Annette Joppich von der Amtsverwaltung schlagen die traditionell letzten Nägel ein. Der Ortsvorsteher Ralf Raith (vorn Mitte) schaut noch zu und kümmert sich wenig später um den dritten Nagel. FOTO: Andreas Staindl
Briesensee . Briesensee feiert Richtfest für 500 000 Euro teures Vorhaben für die Gemeinde. Von Andreas Staindl

Das Dorfgemeinschaftshaus in Briesensee (Lieberose-Oberspreewald) wächst. Der Rohbau ist fertig und mit einem Richtkranz geschmückt. Auch der Dachstuhl ist aufgesetzt, die Dachsteine liegen bereit. Die letzten drei Nägel wurden ins Holz geschlagen. Den Bau halten sie nur symbolisch zusammen. Das Einschlagen des letzten Nagels ist Tradition und gehört zu einem Richtfest dazu. Dieses Ereignis wurde am Freitagnachmittag im Ortsteil der Gemeinde Neu Zauche gefeiert. Zahlreiche Gäste waren dabei.

„Unsere Einwohner stehen hinter dem Projekt“, sagt der Ortsvorsteher Ralf Raith. Er ist gemeinsam mit Mario Peschke vom Dachdeckermeisterbetrieb Mross GbR in Neu Zauche auf die Rüstung gestiegen, um dem Haus seinen Segen zu geben.

500 000 Euro kostet das Dorfgemeinschaftshaus, „und es wurde ausschließlich von regionalen Firmen errichtet“, sagt Annette Joppich von der Verwaltung des Amtes Lieberose-Oberspreewald. Ihr zufolge finanziert die Gemeinde Neu Zauche den Bau zu 100 Prozent aus der eigenen Kasse. „Ich bin sehr froh, dass das Vorhaben umgesetzt wird“, sagt Ralf Raith. Den Wunsch für ein Gemeindezentrum in Briesensee gibt es schon seit 1999, wie Norbert Janetzki sagt. Der ehrenamtliche Bürgermeister hatte den Einwohnern ein solches Objekt vor der vergangenen Kommunalwahl versprochen, erzählt er. Sein Versprechen kann er jetzt einlösen, auch wenn das Objekt voraussichtlich nicht mehr vor der Kommunalwahl im Mai dieses Jahres fertig wird. „Aber noch in diesem Jahr wird das Gemeindezentrum offiziell eröffnet“, sagt Annette Joppich. Sie will sich nicht festlegen, fände jedoch den Sommer schön für ein Einweihungsfest. Der Grundstein für das Gebäude wurde im September des vergangenen Jahres gelegt. Zuvor waren noch bürokratische Hürden zu nehmen, etwa Satzungsänderungen nötig, wie die Verwaltungsmitarbeiterin sagt. Der Zuschnitt des Grundstücks verlangte nach einer kreativen Lösung. „Die ist uns gelungen“, sagt Stefanie Reinke. „Das Gebäude ist kein 08/15 Bau, sondern schon etwas Besonderes. Eine Klinkerfassade, die das Haus teilweise erhält, wird das zusätzlich deutlich machen.“ Die Architektin des Projektierungsbüros Reinke in Lieberose verweist zudem darauf, dass „die Gemeindevertretung sehr aufgeschlossen ist und sich mit Ideen intensiv einbringt“.

Den Einwohnern liegt das Gemeindezentrum am Herzen. Sie engagieren sich mit Eigenleistungen, auch Sponsoren bringen sich ein, wie der Ortsvorsteher sagt. Das Objekt wird der Architektin zufolge behindertengerecht gebaut. Die Nutzung erfolgt ebenerdig. Ein großer Veranstaltungsraum für bis zu 90 Leute soll ebenso entstehen wie ein Versammlungs- und Tagungsraum sowie Sanitäreinrichtung, Küche und Garderobe. Der Dachüberstand im großzügigen Eingangsbereich wurde so realisiert, dass Gäste des Hauses auch im Freien im Trockenen sitzen. Geplant ist laut Annette Joppich zudem, einen Spielplatz in unmittelbarer Nachbarschaft des Dorfgemeinschaftshauses zu errichten. Das Gemeindezentrum selbst soll von Vereinen, der Freiwilligen Feuerwehr, der Kirche, für Dorffeste, Fastnacht, kommunale Sitzungen und vieles mehr genutzt werden. Es steht auch für private Feiern zur Verfügung, sagt Norbert Janetzki.

Das neue Objekt wird Briesensee erheblich aufwerten und noch attraktiver machen, denn derzeit steht den Einwohnern kein öffentlicher Raum für Beratungen und gesellige Veranstaltungen zur Verfügung. Dass sich das ändert, das wurde während des Richtfests am Freitagnachmittag mit Bauleuten und zahlreichen Gästen gefeiert.