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Klimaschutz
Märkische Heide spart Energie

Energie soll mit „fifty-fifty“ auch in der Kita „Marienkäfer“ in Groß Leuthen eingespart werden.
Energie soll mit „fifty-fifty“ auch in der Kita „Marienkäfer“ in Groß Leuthen eingespart werden. FOTO: Andreas Staindl / Medienhaus Lausitzer Rundschau
Groß Leuthen. Die Gemeinde macht mit bei bundesweitem Klimaschutzprojekt an Kitas und Schule. Von Andreas Staindl

Die Gemeinde Märkische Heide will Energie sparen. Sie beteiligt sich am bundesweiten Klimaschutzprojekt „Fifty/fifty Energiesparen an Schulen und Kitas“. Das haben die Gemeindevertreter während ihrer Sitzung kürzlich beschlossen.

Der Vorschlag, am Projekt teilzunehmen, kam von der Stadt Lübben. Das Vorhaben wird in Kooperation mit dem Klimaschutzmanager der Kreisstadt Matthias Städter realisiert. Er macht eine Analyse des aktuellen Energieverbrauchs, ermittelt quasi die Startwerte, zeigt Energiesparpotential auf und begleitet die Einrichtungen während der Umsetzung, wie die Bürgermeisterin Annett Lehmann (parteilos) erklärt.

Die Märkische Heide beteiligt sich mit ihrer Grundschule in Gröditsch sowie den Kindertagesstätten in Biebersdorf, Kuschkow, Pretschen und Groß Leuthen.

Im Rahmen des Projekts werden Schulen und Kitas beraten, wie Energie eingespart werden kann. Lehrer, Erzieher, Schüler und Kita-Kinder werden einbezogen. Auch die Schulung des jeweiligen Hausmeisters gehört zu den Beratungsleistungen. Ziel des Projekts ist es, durch bewusstes Nutzerverhalten Energieeinsparungen bei Strom und Wärme zu erzielen. Erreicht werden soll das durch richtiges Lüften, die Nutzung der Thermostatventile, das Schließen von Fenstern und Türen, den richtigen Umgang mit Warmwasser, die energiesparende Nutzung der Beleuchtung in Unterrichtsräumen, Fluren und Nebenräumen, den sparsamen Einsatz elektrischer Geräte und den Verzicht auf „Standby“. Schülerinnen und Schüler sollen zudem die energierelevanten Anlagen ihrer Schule kennenlernen. Die Hausmeister werden über die Absenkung der Temperatur in den Nachtstunden, am Wochenende und während der Ferienzeiten, die Senkung der Vorlauftemperatur sowie die Verhinderung zu hoher Taktzahlen beim Heizungsbrenner beraten. „Der Klimaschutzmanager der Stadt Lübben erwartet ein sehr hohes Einsparpotential in unseren Einrichtungen“, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin Katharina Magoltz. Sie begrüßt die Teilnahme am Klimaschutzprojekt, „denn die Kitas und Schule haben wenig Motivation, ihr Verhalten im Umgang mit Wärme und Strom zu ändern, weil der Träger der Einrichtung die Kosten trägt. Mit dem Projekt wird ein Anreiz zum Energiesparen geschaffen.“ Kitas und Schulen erhalten durch die erzielten Einsparungen zusätzliche finanzielle Mittel. Die im Projektzeitraum eingesparten Kosten werden zwischen der Kommune als Träger oder Grundstücks- und Gebäudeeigentümer sowie der jeweiligen Einrichtung aufgeteilt - „fifty/fifty“ halt, wie der Porjektname verspricht.

Das Klimaschutzprojekt hat eine Laufzeit von vier Jahren. Es kostet 2000 Euro pro Jahr und Einrichtung. Bis zu 90 Prozent der Kosten werden laut Verwaltung über Fördermittel gedeckt.