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| 18:00 Uhr

Bauvorhaben
Geh- und Radwege an B 87 beschäftigen Bauausschuss

Lübben. Wunsch: zweifarbiges Pflaster für mehr Sicherheit. Von Katrin Kunipatz

Der Bauausschuss beschäftigte sich am Mittwoch erneut mit der Ortsdurchfahrt B  87. Wenn es nach dem Landesbetrieb für Straßenwesen geht, soll die Straße zwischen dem jetzigen Bauende und dem Dreilindenweg schon im kommenden Jahr erneuert werden. Da der Landesbetrieb nur für den Bau der Straße und des Radwegs, die Stadt Lübben aber für den Bau des Gehwegs und beispielsweise der Straßenbeleuchtung verantwortlich ist, muss eine Grundsatzvereinbarung geschlossen werden. Diese regelt, wer welchen Anteil an den Bau- und Planungskosten trägt.

Strittig war, ob getrennte Geh- und Radwege gebaut werden sollen. Baufachbereichsleiter Frank Neumann erläuterte im Bauausschuss die aktuelle Situation entlang der B 87. Demnach gibt es unterschiedliche Varianten. In der Innenstadt nutzen Fußgänger und Radfahrer getrennte Wege, die oft durch die entsprechende Pflasterfarbe deutlich gemacht werden. Wenn es die Breite erlaubt, soll deshalb zwischen An der Kupka und Dreilindenweg auch ein getrennter Geh- und Radweg gebaut werden, erläutert Neumann den Vorschlag der Stadt.

Entlang der Weinbergstraße und der Luckauer Straße gibt es kombinierte Geh- und Radwege, deren Breiten nicht den heute vorgeschriebenen Standards entsprechen. „Und bisher funktioniert es“, sagt Neumann. Wenn ab dem Dreilindenweg das Baufeld durch die vorhandene Bebauung reduziert wird, sei wiederum ein kombinierter Weg denkbar. Durch eine entsprechende farbliche Gestaltung könne man die Bereiche für Radfahrer und Fußgänger kenntlich machen, so Neumann. Ein Vorschlag, der bei den Mitgliedern des Bauausschuss auf Zustimmung stieß. „Es ist sicherer“, so Sabine Minetzke (Pro Lübben). Der Hauptausschuss wird sich am 13. Mai mit der Vorlage befassen, bevor die Stadtverordneten am 24. Mai darüber entscheiden.

Endgültig entschieden ist selbst mit dem Abschluss der Grundsatzvereinbarung aber noch nichts. Die Stadt besteht darauf, dass über die Gestaltung und die verkehrsrechtliche Nutzung der Nebenanlagen erst im Rahmen der Ausführungsplanung entschieden wird. Und über die Benutzungspflicht des fertigen Radwegs – zu der Andreas Rieger (CDU/Grüne) seine Bedenken äußert – entscheidet erst nach dem Ende der Bauarbeiten die Verkehrsbehörde des Landkreises, so Neumann.

Die Petition dreier Lübbener war kein Thema im Bauausschuss. Diese sei einschließlich der unterstützenden Stellungnahme der Stadt an den Landesbetrieb Straßenwesen weitergeleitet worden. Dieser ist Träger des Vorhabens und entsprechend mit der Planung betraut. Von dort könnten die Petenten eine Antwort erhalten, war in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung erläutert worden.