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| 16:00 Uhr

Deutsch-Polnisches Projekt
Gegen jede Diskrimierung in der Ausbildung

Das Foto zeigt Mathias Liebe und Anne-Kathrin Purann vom Kreisjugendfeuerwehrverband Dahme-Spreewald sowie  Katarzyna Rzyska und Marian Skibinski (Freiwillige Feuerwehr Kaszczor / Wolsztyn) bei der Projektabsprache.
Das Foto zeigt Mathias Liebe und Anne-Kathrin Purann vom Kreisjugendfeuerwehrverband Dahme-Spreewald sowie  Katarzyna Rzyska und Marian Skibinski (Freiwillige Feuerwehr Kaszczor / Wolsztyn) bei der Projektabsprache. FOTO: Mathias Liebe / Liebe Matthias
Lübben. Partnerschaftsprojekt qualifiziert sich für den Deutsch-Polnischen Jugendpreis.

Vertreter der Kreisjugendfeuerwehr des Landkreis Dahme-Spreewald und des polnischen Partnerlandkreises Wolsztyn haben sich kürzlich in Wolsztyn getroffen. Sie haben das Projekt „Diversität in der Freiwilligen Jugendfeuerwehr als europäische Wertegemeinschaft“ inbesprochen.

„Mit diesem Projekt haben sich beide Kreisjugendfeuerwehren gemeinsam für den Deutsch-Polnischen Jugendpreis 2017 bis 2019 qualifiziert“, erklärt Kreissprecherin Heidrun Schaaf. Die Aspekte Vielfalt, Beteiligung und Kameradschaft spielen bei den Jugendfeuerwehren in Europa eine besondere Rolle. Insbesondere Vielfalt ist eine wesentliche Säule für die Jugendfeuerwehr, welche sich aufgrund der Fluchtbewegungen in Europa deutlich herauskristallisiert hat.

Das deutsch-polnische Jugendforum hat zum Ziel, die Diversität als Bestandteil der Ausbildung in der Jugendwehr durch Einführung von grenzüberschreitenden Sozial Justice Trainings zu etablieren. „Das Social Justice Training ist ein Bildungs- und Trainingskonzept mit einer speziellen Methode. Es kann mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durchgeführt werden. Es setzt sich mit verschiedenen Diskriminierungsformen auf der individuellen, strukturellen und kulturellen Ebene auseinander“, erklärt Heidrun Schaaf. Das Training  zielt auf Handlungsoptionen gegen jede Art von Diskriminierung ab.

Die freiwilligen Jugendfeuerwehren verkörpern in der Praxis das, was in Reden herbeigewünscht wird, nämlich, dass es sich bei der verfassten Gesellschaft in Deutschland und Europa um eine besondere Form von entwickelter Zivilgesellschaft handelt. Diese ist keine Zweck-, auch keine Not-, sondern eine Wertegemeinschaft.

Mit den Verantwortlichen werden neue Wege erörtert, den Geist dieses Trainings in die Ausbildung einzubinden. Perspektivisch soll Vielfalt als Bestandteil der „Jugendflamme“ in Deutschland und der in Polen gültigen Ausbildung integriert werden.

Für die Projektarbeit haben die Beteiligten in diesem Jahr zwei Zeiträume festgelegt. Hier die Termine und Orte:

10. bis 13. Mai 2018 in Wolsztyn (Polen).

29. Oktober bis 2. November 2018 in Gräbendorf (Deutschland).