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| 16:04 Uhr

Geflügelpest auf Putenfarm in Dahme-Spreewald ausgebrochen

Ein Sperrbezirk ist wegen der Geflügelpest, die in einem Putenzuchtbetrieb in Dahme-Spreewald ausgebrochen ist, eingerichtet worden.
Ein Sperrbezirk ist wegen der Geflügelpest, die in einem Putenzuchtbetrieb in Dahme-Spreewald ausgebrochen ist, eingerichtet worden. FOTO: Holger Hollemann (dpa)
Alt Zauche-Wußwerk. Von der Geflügelpest ist ein Betrieb im Amt Lieberose/Oberspreewald (Dahme-Spreewald) betroffen. Fast 45 000 Tiere der Farm sollen getötet und werden. red/dh

Der Geflügelpesterreger H5N8 ist am 18. Januar erneut im Land Brandenburg nachgewiesen worden, teilt das Verbraucherschutzministerium mit. In einem Betrieb im Amt Lieberose/Oberspreewald (Dahme-Spreewald) waren am Montag erhöhte Tierverluste aufgetreten. Das Veterinäramt des Landkreises hat die unverzügliche tierschutzgerechte Tötung des Bestandes mit fast 45 000 Puten angeordnet.

"Die Ursache für die Infektion wird derzeit ermittelt. Das Veterinäramt des Landkreises Dahme-Spreewald wird dabei von dem Tierseuchenbekämpfungsdienst des Landes unterstützt", sagte Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig.

Das Veterinäramt des Landkreises Dahme-Spreewald hat die zur Eindämmung und Bekämpfung vorgesehenen Maßnahmen angeordnet. Dazu gehören die Einrichtung eines Sperrbezirkes im Radius von drei Kilometern und eines Beobachtungsgebietes im Radius von zehn Kilometern um die betroffene Putenfarm. Das Beobachtungsgebiet erstreckt sich bis in die Landkreise Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße. Die betroffenen Geflügelhalter werden über die erforderlichen Maßnahmen durch den Landkreis informiert. In dem Sperrbezirk und dem Beobachtungsgebiet gelten unter anderen Beschränkungen für die Geflügelhaltung, wie das Verbot zum Verbringen von Geflügel und bestimmter tierischer Erzeugnisse.

Für alle Geflügelhaltungen gelten auf Grund einer Eilverordnung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft besondere Biosicherheitsmaßnahmen. So müssen neben gewerblichen Geflügelhaltern auch Hobbyhalter sicherstellen, dass die Ein- und Ausgänge zu den Ställen gegen unbefugten Zutritt gesichert sind.

Im Sperrbezirk sind derzeit 145 Geflügelhalter mit 47 138 Stück Geflügel und im Beobachtungsgebiet 468 Haltungen mit 23 649 Stück Geflügel registriert.