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| 02:44 Uhr

Geflüchtete dürfen "in Einzelfällen" länger in Heimen wohnen

Lübben/Luckau. Mit großer Mehrheit haben die Kreistagsabgeordneten eine neue Satzung beschlossen, die den Übergang von Geflüchteten aus Heimen in eigene Wohnungen regeln soll. Wenn sie eine Aufenthaltserlaubnis bekommen, wechseln sie in andere Behörden-Zuständigkeiten und müssen damit – eigentlich – ihr bisheriges Übergangswohnheim verlassen. I. Schirling

Umgekehrt müssen - streng genommen - die Städte und Gemeinden für die Unterbringung sorgen. Angesichts der akuten Wohnungsknappheit in Dahme-Spreewald einerseits und freier Plätze in den Wohnheimen andererseits hatte die Kreisverwaltung mit der Satzung wichtige Weichen gestellt. Nun haben die Geflüchteten ebenso mehr Zeit, eine Wohnung zu finden, wie die Städte und Gemeinden, mögliche Obdachlosigkeit zu vermeiden.

Aus Sicht der Städte und Gemeinden äußerte sich der Amtsdirektor des Unterspreewalds sehr dankbar. Jens-Hermann Kleine (CDU) nutzte die Einwohnerfragestunde, um anzuregen, die bisher auf drei Monate festgelegte Frist auf zwölf zu verlängern. Landrat Stephan Loge (SPD) griff das auf, ging noch weiter und schlug vor, den Passus "in gut begründeten Einzelfällen kann die Duldungsfrist verlängert werden" mit aufzunehmen. Während das Konsens war, fiel der Vorschlag der CDU/Bauern durch, die bislang befristeten Stellen der zuständigen Sozialarbeiter um ein Jahr bis Ende 2017 zu verlängern. Stattdessen schloss sich die Mehrheit der Forderung von UBL/Wir für KW an, die Aufgabe aus dem aktuell bewilligten Stellenplan mit abzusichern.