Thomas Bliese betreibt mit einem Partner in Stangenhagen südwestlich von Berlin eine Sport-Multifunktionsanlage. Über seine Verbindung zum Behindertensportverband habe er die Bekanntschaft von Dr. Georg Schaper, Chef des Steinkirchner Rad- und Volleyballvereins, gemacht und sei so auf die Spree arena aufmerksam geworden, erklärte er der RUNDSCHAU. Dem Hauptausschuss stellte er ein Konzept vor, wie seiner Ansicht nach das Objekt für eine kommerzielle Betreibung fit gemacht werden könnte. Denn dafür müsste es interessant für mehr Menschen gemacht werden, als bisher die Spreearena nutzen.

Fitness und Sauna

Bliese schlägt unter anderem vor, ein großes Fitness-Studio einzurichten, dafür auf einen der drei Tennisplätze unterm Hallendach zu verzichten. Sauna und Solarium im Obergeschoss mit Einbeziehung der vorhandenen Terrasse würden außerdem die Attraktivität steigern und die Sportler dazu animieren, länger als nur fürs Training in dem Objekt zu sein. Eine Gastronomie – Bliese sprach von einem „gehobenen Imbiss“ – könnte im Erdgeschoss angeboten werden.

Bliese geht von Umbaukosten in Höhe von rund 115 000 Euro aus. Dabei sei jedoch noch nicht der Einbau einer neuen Heizung berücksichtigt. „Diese Anlage ist falsch berechnet worden. Sie ist unterdimensioniert“, erklärte TKS-Chef Jürgen Höhn die Notwendigkeit einer neuen Heizung.

In welcher Größenordnung deren Einbau und Betrieb zu Buche schlagen könnte, werde gegenwärtig gemeinsam mit der Stadt- und Überlandwerke GmbH Lübben ermittelt. Um einen allumfassenden Überblick über aktuelle wie künftige Kosten zu erstellen und das in Abhängigkeit von möglichen unterschiedlichen Nutzungskonzepten, hoffe er auf Hilfe durch das Bauamt der Stadt, so Höhn. „Dabei geht es um technische Aussagen, für die wir nicht ausreichend Fachpersonal haben. Das kann das Bauamt nicht leisten“, sagte dessen Chef Frank Neumann. Und externe Fachleute könne er nicht beauftragen, da im Haushalt dafür kein Geld vorgesehen sei.

Für Diskussion fehlen Zahlen

Hauptausschussvorsitzende Martina Eisenhammer (Die Linke) appellierte, das Konzept in den Fraktionen zu beraten und schnell zu einer Grundsatzentscheidung zu kommen, damit diese noch in die Debatte über den Haushalt 2010 einfließen kann.

Aber die Kostenfragen zu beantworten, sahen die Mitglieder des Hauptausschusses als Voraussetzung für die weitere Diskussion über das Konzept von Thomas Bliese und dessen grundsätzlich geäußertes Interesse an der Betreibung der Spreearena an. Ohne Antworten darauf, „sehe ich mich nicht im Stande zu sagen, wir machen jetzt das in dem Konzept Vorgeschlagene“, sagte Peter Schneider (SPD).