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Konzert
Friedenssinfonie in Straupitz

Das Orchester „grenzenlos“ Friedenssinfonie wurde in der gut gefüllten Straupitzer Kirche aufgeführt.
Das Orchester „grenzenlos“ Friedenssinfonie wurde in der gut gefüllten Straupitzer Kirche aufgeführt. FOTO: Jürgen Harnath
Straupitz. Zuhörer haben ein sehr bewegendes Konzert erlebt. Rund sechzig polnische, litauische und deutsche Musiker spielten.

Ein sehr bewegendes Konzert haben die Besucher in der  Straupitzer Schinkelkirche am Sonntag erlebt: Das Orchesters „grenzenlos“ spielte die „Friedenssinfonie Dona Nobis Pacem“ (Gib uns Frieden). Träger des Orchesters ist der Luckauer Verein „Musik und Leben“, der 2007 ins Leben gerufen wurde und heute fest zur Kulturlandschaft der Region gehört.

„Grenzenlos“ ist aus einem kleinen Musikschulorchester hervorgegangen. Neujahrskonzerte und  Aufführungen der „Friedenssinfonie“ sind Höhepunkte im Vereinsleben. In einer Zeit, in der die Welt immer unsicherer wird, wollten die Musiker aktiv für den Frieden eintreten. Das war der Impuls für die Friedenssinfonie.

2010 wirkte das Orchester „grenzenlos“ am Projekt  „Schlabendorf – eine zeitgenössische Dorfmusik“ mit und es entstand eine enge musikalische Beziehung zur englischen Komponistin Hazel Leach.

Sie wurde mit der Komposition des Werkes beauftragt. Das Projekt fand schnell Förderer. Die sehr anspruchsvolle viersätzige Sinfonie wurde am 1. September im polnischen Wschowa uraufgeführt werden.

Im ersten „Eine Perle der Provinz“ und zweiten Satz „Tanz der Kleinstadt“ der Sinfonie kommt der Frieden mit der ganzen Lebensfreude der Menschen zum Ausdruck. Im dritten Satz „Krieg“ entwickelt sich musikalisch eine geradezu bedrohliche Atmosphäre, die im Chaos endet. In der Generalpause machen sich Leid und Verzweiflung, aber auch Trauer breit. Im vierten Satz „Brücken des Friedens“ blüht die Stimmung bei sehr leiser Musik allmählich wieder auf.

Die Sinfonie findet mit einem strahlendem Schlussakkord, dem Kanon „Dona Nobis Pacem“, bei dem das anwesende Publikum mit einbezogen wird, ihr Ende.

Auch in Straupitz sah man nach der Aufführung in der Schinkelkirche viele bewegte, aber auch nachdenkliche Gesichter. „Wir haben die Sinfonie in diesem Jahr schon in Litauen, Polen und an verschieden deutschen Orten aufgeführt“, sagte die Vorsitzende des Vereins Musik und Leben e.V., Maret Kurrar.