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| 18:06 Uhr

Lübben
Freundeskreis reist nach Breslau und empfängt Gäste

Lübben . Von einer Reise nach Breslau hat sich der Freundeskreis für Lübben kürzlich inspirieren lassen. Organisiert von Birgit Sommer und Rolf Quasdorf, verpflegt von Christine Goertz besuchten die Mitglieder die Kulturhauptstadt. Neue Projekte stehen ebenfalls im Fokus.

„Diese schöne und aufblühende Stadt an der Oder mit ihrer einmaligen Architektur und Geschichte wurde zu Recht zur Kulturhauptstadt in Europa gekürt“, gibt Vorsitzender Jürgen Lüth die einhellige Meinung aller Teilnehmer wieder. Einen ersten Eindruck hatten sich diese von oben verschafft: Mit dem Fahrstuhl ging es bis auf 212 Metern Höhe in die 49. Etage im Wohnturm Sky Tower. „Anschließend besuchten wir beeindruckende Sehenswürdigkeiten wie die Jahrhunderthalle, Dominsel, Markthalle und die Universität Leopoldina“, so Lüth weiter. Am Folgetag ging es nach Brieg, in die Residenzstadt der Piastenherzöge, „wo wir die Synagoge aus dem Jahre 1799 und die Heiligkreuzkirche mit ihrem Barockaltar sowie das Piastenmuseum besuchten. Auch die Heilige Kreuzkathedrale in Oppeln war ein echter Hingucker. Besonders beeindruckt waren die Mitglieder des Freundeskreises von dem monumentalen Bronzetor aus dem Jahre 1979, wo herausragende biblische Gestalten und Begebenheiten aus der heiligen Geschichte, aber auch der Gegenwart, zu sehen sind. Inspiriert mit neuen Ideen ging es zurück in die Spreewaldstadt. Um sie umzusetzen, „suchen wir noch weitere engagierte Lübbener“, lädt Jürgen Lüth ein.

Ein sehr engagierter ehemaliger Einwohner war bereits im Sommer zu Gast. Der Gründungsvater des Freundeskreises für Lübben, Oberstleutnant a. D. Wolf Kittel, ehemaliger Kommandeur  vom Verteidigungskreiskommando in Lübben, besuchte in Begleitung eines guten Freundes den Spreewald. „Selbstverständlich stand ein Treffen mit weiteren Gründungsmitgliedern auf der Tagesordnung“, berichtet Jürgen Lüth weiter. „Dazu zählten unter anderem Rolf Quasdorf und Horst Fiedler, die den Kurzaufenthalt organisierten und für ein ausgefeiltes Programm sorgten.“

Wolf Kittel, dem Vieles bekannt war, sei dennoch überrascht gewesen von den vielen Veränderungen, die Lübben noch schöner und für die Gäste aus nah und fern noch interessanter machen, schätzt Lüth ein. Bei einer sehr schönen Kahnfahrt erfuhren die Gäste, wie sich der Tourismus in und um Lübben entwickelt hat.

Das Urwüchsige und das Ursprüngliche entlang den Ufern des Schutzgrabens machen den Reiz der Landschaft aus, der unbedingt erhalten werden sollte, so Wolf Kittel. Und es müsse die Überlegung erlaubt sein, ob diese Tour nicht weitergeführt werden sollte.

Im Mittelpunkt des Besuchs aber stand der Freundeskreis selbst, den Wolf Kittel damals aus tiefer Überzeugung und mit viel Herzblut aus der Taufe hob. „Heute“, so Jürgen Lüth, Gründungsmitglied und seit mehr als zehn Jahren Vorsitzender des Freundeskreises, „hat sich der Freundeskreis zu einer festen Größe in der Stadt Lübben entwickelt, dessen Vorschläge und Hinweise sehr ernst genommen werden“.

Neue Projekte stehen ebenfalls an. Lüth zufolge soll die Idee des Freundeskreises für die Schaffung eines Infopoints auf dem Marktplatz mit Brailleschrift nun bald verwirklicht werden. Besondere Schwerpunkte in der Arbeit des Freundeskreises bilden die Hilfe und Unterstützung von Menschen, die kein dickes Portmonee haben. Gemeinsam mit dem Lausitzer Spendenverein „Wir helfen“ engagiert sich der Freundeskreis jedes Jahr aufs Neue für eine Familie zur Weihnachtszeit. Aber auch die Förderung junger Menschen, hier insbesondere von Talenten in Sport und Musik, hat im Arbeitsplan des Freundeskreises einen festen Platz.

Zum Abschuss dankte Jürgen Lüth dem Gründer des Freundeskreises für Lübben noch einmal für seine weitreichenden Aktivitäten und sprach gleichzeitig die Einladung zum 25. Maiball des Freundeskreises unter dem Motto „Mit den Lübbenern für Lübben“ aus. Vielleicht gibt es im Frühjahr 2018 zu diesem Anlass ein Wiedersehen.

(red/is)