| 02:48 Uhr

Franz Rentsch: Der junge Wilde spielt mit Straußeneiern

Lübben. Ein Dino mit wildem Haar und spitzen Zähnen rüttelt an den Stäben eines Gefängnisfensters: Das ist die Interpretation von Franz Rentsch zu "Kunst im Viereck", der aktuellen Gemeinschaftsausstellung von Künstlern aus dem Landkreis Dahme-Spreewald. Die Vorgabe der Dienstag in der Vertikale-Galerie am Lübbener Beethovenweg 14 eröffneten Ausstellung ist damit heftig gegen den Strich gebürstet. Ingvil Schirling

Der junge Lübbener hat längst gezeigt, dass er kreativen frischen Wind in die Kunstszene bringt.

Das wird er auch beim Tag der offenen Ateliers beweisen, wenn er beispielsweise sorbisch/wendische Färbetechniken an Straußeneiern anwendet. "Aber nicht mit dem traditionellen Federkiel, sondern in meiner Bilderwelt und Symbolik", kündigt er an. Da geht es ins Mittelalterliche, ins Alttestamentarische, in eine zeitlose Art von Vermittlung seiner Aussagen. Hinter dem Haus an der Kastanienallee 73 in Lübben, im Garten, werden außerdem Linolschnitte und Skulpturen zu sehen sein. Neue Arbeiten sind dabei, kündigt der Lübbener an, der bereits den Kunstpreis "Spektra" für eine gemeinsame Arbeit mit der Lübbenerin Marietta Thier erhalten hat. Auch diese öffnet ihre Ateliertüren an der Logenstraße 29A. Gastkünstlerin ist Marina Staritz.

Franz Rentsch, Kastanienallee 73 in Lübben. Malerei, Grafik, Bildhauerei.