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Flugzeug und Jeep beinahe zusammengestoßen

Die Polizei ist gestern nach Groß Leuthen gerufen worden, als Probeflüge mit einem Kleinflugzeug stattfanden und die Piste blockiert war.
Die Polizei ist gestern nach Groß Leuthen gerufen worden, als Probeflüge mit einem Kleinflugzeug stattfanden und die Piste blockiert war. FOTO: R. D. Schulz
Groß Leuthen. Auf einem Feld bei Groß Leuthen (Märkische Heide) ist es am Dienstag, 14. März, in der Mittagszeit beinahe zum Zusammenstoß eines Kleinflugzeugs mit einem Jeep gekommen. Ingrid Hoberg

Dort fanden Probeflüge statt, bei denen Schallmessungen durchgeführt werden sollten im Zusammenhang mit einem Antrag zur Genehmigung einer Graspiste für die Landung von privaten Kleinflugzeugen (die RUNDSCHAU berichtete).

"Engagierte Bürger haben sich mit Trecker und Pkw auf die Piste gestellt", teilt Reinhard D. Schulz aus Bückchen mit. "Trotz Kenntnis eines aktuell brütenden Fischadlerpaares" hätten die Probeflüge stattgefunden, erklärt er. Das Thema Vogelschutz sei von der obersten Flugbehörde bei der Genehmigung ausgeblendet worden. "Frei nach dem Motto: Ist der Adler erst einmal vergrämt, dann gibt es auch nichts mehr zu schützen", sagt Schulz.

Bürgermeisterin Annett Lehmann (Pro Märkische Heide) verweist darauf, dass Mitarbeiter des Ordnungsamtes vor Ort waren, um die Probeflüge und die Messungen zu begleiten. "In der öffentlichen Gemeindevertretersitzung am 6. März ist informiert worden, dass laut Genehmigungsbehörde Testflüge nur noch bis zum 15. März möglich sind", sagt sie. Am 5. März hatte es ein Schaufliegen mit den beiden Antragstellern Ralph Seefeld und Elmar Kleinert gegeben, bei dem allerdings keine Messungen vorgenommen werden konnten. "Diese Messungen sollten am Dienstag nachgeholt werden", so die Bürgermeisterin.

Das Ordnungsamt der Gemeinde hat nun gestern die Polizei eingeschaltet, als die Situation auf dem Feld eskalierte. "Dem Jeepfahrer ist ein Platzverweis ausgesprochen worden, da es fast zu einem Zusammenstoß auf der Landebahn gekommen wäre", teilt Polizeisprecher Maik Kettlitz mit. Es werde eine Anzeige wegen des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr geprüft.

Die Probeflüge waren laut Polizei von der Oberen Luftfahrtbehörde genehmigt.