(asd) Der Haushalt der Gemeinde Märkische Heide für das nächste Jahr ist beschlossen. Die Gemeindevertreter haben dem Finanzwerk kürzlich einstimmig zugestimmt. Lars Lemke nennt die wichtigsten Eckpfeiler.

Dem Kämmerer zufolge ist der Haushalt 2019 zwar nicht ausgeglichen – mehrere hunderttausend Euro fehlen – doch der Ausgleich wird mit Geld aus der Rücklage erreicht. Der Finanzchef hat so geplant, dass „kein Haushaltssicherungskonzept notwendig wird“. Die Bestätigung der Kommunalaufsicht des Landkreises Dahme-Spreewald steht allerdings noch aus. „Ich gehe davon aus, dass unser Haushalt genehmigt wird“, sagt er. Er verweist etwa darauf, dass die Verschuldung der Gemeinde seit Jahrzehnten erstmals unter einer Million Euro liegt, und wenn sich die finanzielle Situation weiter so gut entwickelt, die Kommune 2023 schuldenfrei sein werde. Neue Kredite werden ihm zufolge im nächsten Jahr nicht aufgenommen. Dennoch wird investiert. Bildung, Feuerwehr und Infrastruktur sind die großen Bereiche.

Die Grundschule in Gröditsch – die einzige Schule im Gemeindegebiet – ist einer der Schwerpunkte. Der Hartplatz dort soll erneuert, Räume im Schulgebäude sollen renoviert werden. Die Gemeinde startet zudem eine Medienoffensive, investiert in digitale Infrastruktur in der Grundschule. Sie will ein W-LAN-Netz einrichten und mehrere Klassensätze Tabletts anschaffen. „Wir warten auf den Startschuss des Bunds“, sagt der Kämmerer. Fünf Milliarden Euro will die Bundesregierung für den Digitalpakt in Schulen zur Verfügung stellen. Doch von den Bundesländern gibt es Widerstand gegen die für den Pakt notwendige Grundgesetzänderung. Die Gemeinde Märkische Heide wartet auf die Freigabe des Gelds.

Sie plant im nächsten Jahr zudem den Neubau einer Kita in Biebersdorf, will außerdem in Größenordnung in den Brandschutz investieren. Ein Feuerwehrgerätehaus (Wittmannsdorf) soll neu gebaut, ein Mannschaftstransportwagen (Dürrenhofe) angeschafft, drei Löschbrunnen sollen neu errichtet werden. Auch die Infrastruktur liegt der Kommune am Herzen. Für die Instandhaltung von Gemeindestraßen sind 120 000 Euro eingeplant, und damit erstmals mehr als 100 000 Euro, wie der Kämmerer sagt. Zudem sollen Buswartehäuschen neu gebaut und Straßenbeleuchtung errichtet werden. Nicht nur die Gemeindevertreter haben dem Haushalt zugestimmt, auch aus den Ortsteilen kommen „durchweg positive Signale und die Bestätigung, dass wir in die richtige Richtung investieren“, sagt Lars Lemke.