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| 11:15 Uhr

Steinkirchen
Feuerwehr wirbt mit Fest um neue Mitstreiter

David Nuß (r.) erklärt den Besuchern des Feuerwehrfestes, was im Rauchdemohaus passiert.
David Nuß (r.) erklärt den Besuchern des Feuerwehrfestes, was im Rauchdemohaus passiert. FOTO: Andreas Staindl
Lübben-Steinkirchen. Rauchdemohaus war ein Highlight in Steinkirchen.

Dass die Freiwillige Feuerwehr in Steinkirchen gemeinsam mit Einwohnern und Gästen feiert, ist Tradition. Doch aus den einstigen Dorffesten ist inzwischen ein reines Feuerwehrfest geworden. Nach der Premiere im vergangenen Jahr fand am Samstag die zweite Auflage statt. „Wir legen den Fokus noch stärker auf die Wehr“, erklärt Ortswehrführer Karsten Brieger. „Das Fest soll helfen, neue Mitstreiter zu finden. Wir brauchen dringend Leute, die sich in der Freiwilligen Feuerwehr engagieren wollen.“

Die Idee, mit dem Feuerwehrfest Werbung in eigener Sache zu betreiben, geht offensichtlich auf. „Ein Gast aus dem Vorjahr macht inzwischen aktiv bei uns mit“, erzählt der Ortswehrführer. „Zudem haben wir das Interesse einiger Kinder geweckt.“ Darauf hofften die Veranstalter auch diesmal.

Sie hatten sich das Rauchdemohaus der Kreisjugendfeuerwehr Dahme-Spreewald ausgeliehen. Das Haus sieht aus wie ein großes Puppenhaus. Es dient der Brandschutzerziehung von Kindern und Jugendlichen. Sie können beobachten, wie schnell sich der Brandrauch im ganzen Objekt ausbreitet, dass Rauchmelder Leben retten können und erfahren zudem, wie sie sich im Ernstfall richtig verhalten. „Mit Hilfe des Rauchdemohauses ist das anschaulich möglich“, sagt David Nuß.

Er hatte am Samstag gut zu tun, durfte zahlreiche Fragen der Mädchen und Jungen beantworten. Gut möglich, dass der Feuerwehrmann den einen oder anderen jungen Gast demnächst im Feuerwehrgerätehaus wiedersieht. David Nuß kümmert sich nämlich auch um die Jugendfeuerwehr in Steinkirchen, führt regelmäßig bis zu zehn junge Leute an das Feuerwehr-ABC heran. Er engagiert sich zudem in der Brandschutzerziehung, besucht den Nachwuchs in Kitas. „Ich möchte helfen, frühzeitig das Interesse der Kinder für die Feuerwehr zu wecken“, sagt David Nuß.

Die jungen Leute werden für die Zukunft der Ortsfeuerwehr in Steinkirchen dringend gebraucht. „Es wird immer schwieriger, die Einsatzbereitschaft abzusichern“, sagt Detlef Krause, Vorsitzender des Feuerwehrvereins im Lübbener Stadtteil und selbst aktiver Feuerwehrmann. „Das Feuerwehrfest soll helfen, neue Leute für die aktive Wehr zu begeistern.“ Auch für den Verein selbst werden Mitstreiter gesucht, wie Karsten Brieger sagt. Er und der Vereinschef waren zumindest mit der Resonanz des Fests am Samstag zufrieden. Schon kurz nach Beginn war das Festgelände gut besucht. Feuerwehrtechnik der Gastgeber und befreundeter Wehren der Stadt Lübben wurde präsentiert. Es gab einen kleinen Kindersachenflohmarkt, Kinderschminken, selbstgebackenen Kuchen sowie musikalische Unterhaltung bis weit in die Abendstunden hinein.

Die Kameradinnen und Kameraden haben das Feuerwehrfest zusätzlich zu ihrer Ausbildung und den Einsätzen organisiert. 50 Mal sind sie in diesem Jahr schon ausgerückt, wie Karsten Brieger erklärt, „und das bei einem sonst üblichen Schnitt von etwa 40 Einsätzen pro Jahr. Für eine kleine Wehr wie unsere ist das ziemlich viel.“ Franz Richter weiß das Engagement der Feuerwehrleute zu schätzen. „Sie sichern nicht nur den Brandschutz, sondern tragen auch zum Zusammenhalt in Steinkirchen bei“, sagt der Ortsvorsteher. „Ich bin sehr froh und dankbar, so engagierte Bürger zu haben.“