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| 14:18 Uhr

Feuerwehrfest in Steinkirchen
Feuerwehr zum Mitmachen und Anfassen in Steinkirchen

 Wasser marsch! Der Nachwuchs hat sichtlich Spaß an einfachen Übungen mit der Kübelspritze.
Wasser marsch! Der Nachwuchs hat sichtlich Spaß an einfachen Übungen mit der Kübelspritze. FOTO: Andreas Staindl
Die Freiwillige Feuerwehr in Steinkirchen ist vor 110 Jahren gegründet worden. Dieser Geburtstag wurde jetzt gefeiert. Zwar nicht mit einen Festumzug –„der hatte zum 100. Jubiläum nur wenige Schaulustige an den Straßenrand gelockt“, sagt der Ortswehrführer Karsten Brieger – doch mit einem Feuerwehrfest. Von Andreas Staindl

Das fand in dieser Form zum dritten Mal im Lübbener Stadtteil statt.

Zahlreiche Besucher waren am Samstagnachmittag auf dem Festgelände rund um die Feuerwache in Steinkirchen unterwegs. Auffällig viele Familien mit Kindern waren dabei. „Ich bin sehr froh darüber, dass unser Fest so viele junge Leute anlockt“, sagt Karsten Brieger. „Es wäre schön, wenn sich zumindest einige von ihnen für ein Engagement in der Feuerwehr begeistern könnten. Wir brauchen dringend Nachwuchs.“ Vor allem die Tageseinsatzbereitschaft ist kaum noch zu gewährleisten. „Es wird immer schwieriger“, sagt der Feuerwehrchef. „Das Fest soll helfen, auf unsere ehrenamtliche Tätigkeit aufmerksam zu machen. Ideal wäre es, wenn wir neue Mitstreiter finden. Das ist uns während früherer Feste auch schon gelungen.“

Um deutlich zu machen, was die Feuerwehrleute im Einsatz leisten, durften diesmal auch Besucher bei einem Unfallauto aktiv werden. „Sie sollen ein Gefühl bekommen, wie schwer und anstrengend unser Ehrenamt ist“, sagt der Wehrführer. 23 aktive Kameraden zähle die Ortsfeuerwehr in Steinkirchen derzeit, darunter eine Frau. Zudem würden aktuell sechs Kinder an den Brandschutz herangeführt.

Jakob Nopper leitet den Nachwuchs. Die nächste Generation von Mädchen und Jungen hat am Samstag schon mal in verschiedene Aufgaben der Feuerwehr reingeschnuppert. „Wasser marsch“ hieß es, als sie mit der Kübelspritze im Einsatz waren, um Kegel oder andere Ziele zu treffen. Der Nachwuchs hatte sichtlich Spaß daran. Die Mädchen und Jungen dürften auch die Handdruckspritze aus Lubolz ausprobieren.

Die Alters- und Ehrenabteilung der Freiwilligen Feuerwehr des Lübbener Ortsteils kümmert sich um die Pflege der historischen Technik aus dem Jahr 1913. „Wenn man sieht, wie sehr sich die Besucher hier in Steinkirchen für unsere alte Technik interessieren, dann hat sich unser Aufwand zum Erhalt der Spritze gelohnt“, sagt Dieter Bruck. Auch die Kameraden aus Radensdorf haben am Samstag eine alte Handdruckspritze präsentiert. Diese, Baujahr 1914, ist auch schon mehr als 100 Jahre alt. „Ich bin stolz darauf, dass wir historische, aber auch moderne Feuerwehrtechnik während unseres Fest präsentieren können“, sagt Karsten Brieger. „Alle Ortsfeuerwehren der Stadt Lübben sowie das Technische Hilfswerk sind hier dabei und bereichern unsere Veranstaltung.“

Die Wehren der Kreisstadt arbeiten auch sonst eng zusammen. Sie kooperieren etwa bei der Ausbildung, bei der Gewinnung von Nachwuchs und eben bei Festen und anderen Höhepunkten. „Das hilft, sich noch besser kennenzulernen, um sich im Ernstfall aufeinander verlassen zu können“, sagt der  Ortswehrführer.

Marcus Wrege kann sich ohnehin auf die Kameradinnen und Kameraden des Lübbener Stadtteils verlassen. „Sie sichern hervorragend den Brandschutz, leisten aber auch viel für das gesellschaftliche Leben in Steinkirchen“, sagt der neue Ortsvorsteher. „Das Feuerwehrfest ist ein gutes Beispiel dafür. Es ersetzt quasi unser Dorffest.“

Das Programm am Samstag konnte sich sehen lassen. Neben der Präsentation von alter und neuer Feuerwehrtechnik gab es erneut einen Flohmarkt, Spiele für Kinder und leckeren Kuchen. Bis weit in die Nacht hinein wurde in Steinkirchen gefeiert.