Für Kritik sorgte das Großaufgebot der Feuerwehr zur jüngsten Stadtverordnetensitzung Ende Februar. Es passe nicht zur überall geforderten Sparsamkeit, wenn die Wehren aus Lübben und den Ortsteilen in Feuerwehrfahrzeugen zur Sitzung erscheinen, so Andreas Dommaschk, SPD-Fraktionsvorsitzender. Insgesamt 14 Fahrzeuge parkten auf dem Markt, während über 20 Feuerwehrleute auf den Zuschauerplätzen im Sitzungssaal Platz genommen hatten.

Eine Entscheidung zur Beschaffung des Tanklöschfahrzeuges fiel trotzdem nicht. Auf Wunsch der Fraktion Pro Lübben, CDU, Linke, Stadtfraktion und Grüne wurde die Vorlage erneut zur Beratung in die Ausschüsse verwiesen. Wie Martin Kunze (Pro Lübben) ausführte, fehlen nach Einschätzung der Stadtverordneten noch Unterlagen, um alle Fakten rund um die Beschaffung zu kennen. Eine weitere Diskussion fand nicht statt. Dem Antrag stimmten bis auf SPD-Fraktion und Bürgermeister alle anderen Stadtverordneten zu. Am Dienstag, 10. März, wird die Vorlage erneut im Finanzausschuss beraten. Im Moment schlägt die Verwaltung vor, das nötige Tanklöschfahrzeug vollständig aus Eigenmitteln zu beschaffen und damit von der regulären Praxis abzuweichen. Diese sieht vor, dass Investitionen nur getätigt werden, wenn auch Fördermittel fließen.

Der Finanzausschuss tagt öffentlich im Sitzungssaal des Rathauses. Beginn ist 17 Uhr.