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| 13:50 Uhr

Seit Donnerstagabend vermisst
Fischer tot im Schwielochsee gefunden

 Die Johanniter Unfallhilfe war mit einer Drohne vor Ort, um nach der vermissten Person zu suchen.
Die Johanniter Unfallhilfe war mit einer Drohne vor Ort, um nach der vermissten Person zu suchen. FOTO: Johanniter Unfallhilfe
Ressen/Zaue. Der seit Donnerstag im Schwielochsee vermisste Berufsfischer ist tot. Die Polizei bestätigte am Abend, dass der Mann von Tauchern der Leag am Sonnabendnachmittag gefunden worden sei. Die Polizeiaktion war am Abend noch nicht abgeschlossen. Von Frank Hilbert, Regina Weiß, Liesa Hellmann und Jan Siegel

Seit Donnerstagabend wurde ein Berufsfischer aus Zaue vermisst. Der 51-Jährige war in den Abendstunden von seiner Ehefrau als vermisst gemeldet worden, nachdem er von der Betreuung seiner Reusen nicht zurückgekehrt war. Die Frau informierte die Leitstelle Lausitz. Die Polizei leitete sofort Maßnahmen zur Vermisstensuche rund um den Schwielochsee ein, an denen neben der Polizei auch örtliche Feuerwehren beteiligt waren.

Über die Todesursache konnte die Polizei am Sonnabendabend noch keine Angaben machen. Klarheit wird wohl erst eine gerichtsmedizinische Untersuchung in den nächsten Tagen bringen. Hinweise auf eine Straftat hatten die Ermittler am Sonnabend zunächst nicht gefunden.

Zum Einsatz kamen auch mit Wärmebildkameras ausgerüstete Drohnen. Die Suche wurde am Freitag nach Unterbrechung in der Nacht mit Booten der Wasserschutzpolizei und der Feuerwehren Goyatz und Lübben wieder aufgenommen. Außerdem konnte der Polizeihubschrauber starten, der in der Nacht aufgrund der Witterung nicht hatte aufsteigen können. Nachdem das leere Bot am See gefunden wurde, kamen auch Taucher zum Einsatz, die nach dem Vermissten im See suchen.

 Die Wärmebildkamera soll bei der Suche helfen.
Die Wärmebildkamera soll bei der Suche helfen. FOTO: Johanniter Unfallhilfe

Die Feuerwehr hatte in der Nacht See und Ufer im Bereich Ressen/Zaue mit drei Booten abgesucht, musste dann aber aufgrund der Dunkelheit und des Wetters abbrechen. Daraufhin wurde die SEG Flight der Südbrandenburger Johanniter alarmiert. Die erfahrenen Drohnenpiloten unterstützten mittels Wärmebildkamera ihrer Drohnen die Suche.

Jens Rohloff, Leiter der SEG Flight RV Südbrandenburg, berichtet der RUNDSCHAU am Telefon, dass die Suche in der Nacht gegen 3.30 Uhr von der Polizei zunächst abgebrochen wurde, da ein Schneesturm aufzog und es auf dem Wasser zu gefährlich wurde. Auch die Drohne konnte deshalb nicht mehr fliegen. Seit das leere Boot gefunden wurde, brauche es keine Wärmebildkamera mehr, da man davon ausgehen müsse, dass der Mann nicht mehr lebe.

Eine Anwohnerin hatte Donnerstagnacht mit der Frau des Fischers am Ufer des Sees auf das Eintreffen der Polizei gewartet. Sie ist sehr betroffen und kann das Geschehen nicht verstehen, denn „der Fischer ist sehr erfahren gewesen“. Das haben auch andere in Zaue bestätigt. Die Leute, die am See wohnen erzählen, dass der See jedes Jahr ein Opfer holt. Auch im vergangenen Sommer gab es einen Toten.