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| 14:43 Uhr

Bahn fährt wieder – mit Tempo 40 Richtung Falkenberg/Brände in Oberlausitz gelöscht/Update
Feuerwehr setzt Löscharbeiten in der Lieberoser Heide fort

 Hubschrauber des Flugdienstes der Bundespolizei haben am Wochenende bei der Löschung des Waldbrandes in der Lieberoser Heide geholfen.
Hubschrauber des Flugdienstes der Bundespolizei haben am Wochenende bei der Löschung des Waldbrandes in der Lieberoser Heide geholfen. FOTO: Bundespolizei
Lieberose/Finsterwalde. Zeitweise mehrere Hundert Feuerwehrleute sind am Wochenende in der ganzen Lausitz im Einsatz gewesen, um teils große Brände zu löschen. Ein Feuer in der Lieberoser Heide macht den Einsatzkräften den ganzen Montag weiter zu schaffen. Von Verena Ufer

Noch keine Entwarnung beim Waldbrand in der Lieberoser Heide: Am Nachmittag sind noch 69 Einsatzkräfte mit 15 Fahrzeugen im Einsatz. „Ein Löschhuberschrauber der Bundeswehr hilft aus der Luft bei der Brandbekämpfung“, sagt Lagedienstführer Thomas Bülow von der Leitstelle Lausitz in Cottbus gegenüber der RUNDSCHAU.

Brandausbreitung verhindern

In Brand stehen, weiterhin 80 Hektar Fläche Waldfläche, fügt Bülow hinzu. Eine weitere Ausdehnung des Feuers habe bisher verhindert werden können. Im Einsatz sei auch ein Wegehobel, eine Baumaschine mit Planierschild zum Herstellen von ebenen Flächen. Diese sorgen dafür, dass die Waldwege sicher befahrbar sind. Zudem werden die Wege und Grünstreifen laut Bülow, kontinuierlich bewässert, um zu verhindern, dass sich das Feuer ausbreitet. Es geht vor allem darum, abzusichern, dass keine Orte in der Umgebung gefährdet werden.

Brandgeruch sogar in der Cottbuser Innenstadt

Von Samstag auf Sonntag hatte sich die Fläche des neuen Brandes in den Landkreisen Spree-Neiße/Dahme-Spreewald von etwa 40 auf rund 85 Hektar verdoppelt. Der Wind trieb den Rauch auch in Richtung Cottbus, sodass der Brandgeruch in Teilen der Stadt deutlich wahrgenommen wurde, wie Anwohner bestätigten.

Wind behinderte Löscharbeiten

Wie immer in der Lieberoser Heide machen die mit Munition kontaminierten Böden die Löscharbeiten schwierig. Das hatte bereits Frank Fitzner, der „Frühchef“ in der Leitstelle, der RUNDSCHAU bestätigt. Es seien Gefahrenzonen festgelegt worden, die nicht betreten und befahren werden dürfen. Gelöscht werde von außen wie schon bei anderen Feuern zuvor, etwa von Waldwegen aus oder aus der Luft. Der Wind, der die Löscharbeiten am Wochenende erheblich behindert hat, habe sich zum Glück gelegt.

Erst am Freitag hatte die Feuerwehr einen Einsatz in der Lieberoser Heide beendet. Über einen Zeitraum von knapp eineinhalb Wochen hatte ein Großbrand die Einsatzkräfte beschäftigt. Rund 100 Hektar Fläche brannten. Löschhubschrauber warfen nach Angaben der Bundespolizei 1069-mal Wasser ab – insgesamt mehr als eine Million Liter Wasser. Auch die Bundespolizei unterstützte am Wochenende die Feuerwehrleute vor Ort mit einem Löschhubschrauber.

Entwarnung bei Bränden in Elbe-Elster

Entwarnung gab die Leitstelle bei dem Großbrand an der Bahnstrecke zwischen Finsterwalde und Falkenberg. Dort leisteten am Wochenende Einsatzkräfte Schwerstarbeit. Zeitweise waren mehr als 500 Feuerwehrleute im Einsatz.

Nachlöscharbeiten zwischen Finsterwalde und Falkenberg

Die Flammen griffen dort auf Böschungen, Felder und Wald über. Hier sind nur noch Nachlöscharbeiten im Gange. Die Deutsche Bahn hatte nach Leitstelleninformation bereits kurz nach 21 Uhr sämtliche Sperrungen entlang der Strecke aufgehoben. Züge fahren vorerst allerdings nur mit Tempo 40 kmh. Das Feuer soll nach Angaben der Feuerwehr vermutlich durch Funkenflug an einer defekten Zugbremse ausgelöst worden sein. Ermittlungen zur genauen Brandursache laufen derzeit.

Entspannung im Raum Hoyerswerda/Bautzen

Entspannung signalisierte auch ein Sprecher der Leitstelle Hoyerswerda am Montag gegenüber der RUNDSCHAU . Die Brände bei Horka (Ralbitz-Rosenthal, Kreis Bautzen) und bei Ottendorf-Okrilla sowie zwei weitere kleinere Feldbrände in der Region seien komplett gelöscht. Beim Großfeuer vor Horka steht der Verdacht im Raum, dass Brandstifter am Werk waren. Das erklärten Brandermittler bereits am Sonntag gegenüber der RUNDSCHAU.

Zum Hubschraubereinsatz in der Lieberoser Heide gibt es auch ein Video.