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| 08:57 Uhr

Immer wieder kleinere Waldbrände
Feuer in Lieberoser Heide gelöscht – aber keine wirkliche Entspannung

In der Cottbuser Leitstelle Lausitz werden die Einsätze der Feuerwehren in der Region koordiniert. Für die Mitarbeiter gibt es in diesen Tagen extrem viel zu tun.
In der Cottbuser Leitstelle Lausitz werden die Einsätze der Feuerwehren in der Region koordiniert. Für die Mitarbeiter gibt es in diesen Tagen extrem viel zu tun. FOTO: Frank Hilbert
Byhlegure/Cottbus. Der gefährliche Waldbrand in der munitionsdurchsetzten Lieberoser Heide konnte schneller gelöscht werden als befürchtet worden war. Zeit, kurz aufzuatmen. Aber Entspannung ist für die Lausitzer Feuerwehren nicht in Sicht.

Der Waldbrand in der Lieberoser Heide bei Byhlegure (Dahme-Spreewald) ist gelöscht. Wie ein Sprecher der Leitstelle Lausitz am Donnerstagmorgen auf Nachfrage sagte, hatte sich die Lage bereits am Vorabend entspannt und der Einsatz konnte nach Restlöscharbeiten abgeschlossen werden. Insgesamt sollen mit Schichtwechseln an die 50 Löschfahrzeuge am Einsatz beteiligt gewesen sein.

Der Brand hatte die Feuerwehr seit den frühen Dienstagmorgenstunden beschäftigt. Die Flammen breiteten sich auf sieben Hektar Waldboden aus, wie der Leistellen-Sprecher erklärte.

Der Einsatz bei Byhlegure auf dem Gelände eines früheren Truppenübungsplatzes ist äußerst gefährlich, da der Boden massiv mit Munition verseucht ist. Am Mittwochmittag hatten Fachleute des Munitionsbeseitigungsdienstes eine nicht transportfähige Granate sprengen müssen. Daher musste der Löscheinsatz unterbrochen werden. Da sich die Feuerwehrleute wegen der Explosionsgefahr auf einer ehemaligen Schießbahn westlich der B 168 den Brandherden nicht ausreichend nähern konnten, kamen zwei Hubschrauber mit Löschtanks von Bundeswehr und Bundespolizei zum Einsatz. Bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen war Feuer in der Lieberoser Heide ausgebrochen. Bei zwei Großbränden Anfang Juli wurden mehr als 400 Hektar Heide und Wald zerstört.

Anlass für eine Entwarnung gebe es dennoch nicht, betonte der Feuerwehr-Sprecher. Bei der anhaltend trockenen Witterung bestehe ständig die Gefahr, dass erneut Flammen aufflackern. Auch kleinere Brände von 800 bis 1000 Quadratmeter hielten die Wehren der Region in Atem. So brannte es in den vergangenen Stunden in Waldstücken bei Finsterwalde, Uebigau-Wahrenbrück (Elbe-Elster) und Ruhland (Oberspreewald-Lausitzkreis). Ein ergiebiger Regen könnte die Feuerwehrleute unterstützen. In Cottbus zumindest regnet es seit zehn Uhr.