„Mroscina“ , das ist der alte Name des mehr als 1000 Jahre alten Dorfs und bedeutet so viel wie nasser, sumpfiger, morastiger Ort. Das ist der Lage des Ortes an den Spree-Armen geschuldet, der auch bei den aktuellen Vorhaben des Vereins Tribut gezollt wird: Am 1. Mai findet neben dem Maibaumstellen die Eröffnung der Kahnsaison statt.
Dem neuen Verein gehören drei Festkomitee-Mitglieder im Vorstand an. Das sind Bärbel Reinhardt, die übrigens auch auf die Idee mit dem Namen kam, Jens Kruspe und Ilka Paulick. Sie haben Verstärkung von Steffen Blaske, der für den Sport zuständig sein wird, und Petra Jakopaschk, die die Kasse führt.
Seit dem Gründungstag am 10. Februar ist der Verein Mroscina bereits auf 27 Mitglieder angewachsen. Schuld daran ist neben den Plänen fürs Dorf auch der Sport. Der Verein hat die Turnhalle im Ort gepachtet, und darin trainieren nun zweimal die Woche Volleyballgruppen. Doch am schnellen „Wachstum“ des Vereins „merkt man, dass nach der 1000-Jahrfeier wirklich noch großes Interesse im Dorf da ist, um zu helfen und an das anzuknüpfen, was wir vergangenes Jahr gemacht haben“ , schätzt Ilka Paulick ein.
Zum Ziel hat sich der Verein einiges gesetzt. Die Pflege des Brauchtums steht ganz vorne an. Außerdem soll das Wohnumfeld in Pretschen verbessert werden, in erster Linie über Arbeitseinsätze. Damit in Pretschen, wo gerne gefeiert wird, das künftig noch komfortabler geschehen kann, hat der Verein Sitzgarnituren, einen Grill und ein Partyzelt angeschafft, das Verliehen werden kann. Und Kassenverantwortliche Petra Jakopasck wird möglicherweise noch einiges zu tun bekommen, wenn ein weiteres Vorhaben umgesetzt werden kann: Die Turnhalle, eigentlich eine alte Bergescheune, deren Dach in schlechtem Zustand sei, so Ilka Paulick, und die nur einen Betonfußboden und keine Heizung hat, soll renoviert werden. Da will man viel selber machen, hofft aber auch auf Fördermittel. Neben dem Fußballplatz, auch das steht auf der Liste, soll ein Außen-Volleyballplatz entstehen.
Ganz wichtig sind natürlich ebenso die geplanten Veranstaltungen. Während das Osterfeuer schon über die Bühne gegangen ist, wird nun der 1. Mai vorbereitet. Das Maibaumstellen, das vergangenes Jahr erstmals wieder auflebte und großen Zuspruch fand, soll ebenso wie der Bändertanz wieder stattfinden. Am Abend zuvor will man für die Kinder die Hexennacht gestalten und den Tanz in den Mai feiern. Am Maifeiertag sollen erneut Frühschoppen und Fischessen locken.
Am 27. August ist das Dorffest geplant. Dazu haben sich die Pretschener einen Sommerkarneval ausgedacht. Umliegende (Karnevals-)Vereine sind schon jetzt herzlich eingeladen, Ausschnitte aus ihrem Programm zu zeigen, die von einer Jury bewertet werden sollen. Anmelden und informieren kann man sich bereits bei Ilka Paulick, Tel. 035476/235.