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| 02:56 Uhr

Ferienhausgebiete in Lübben gefragt

Schon Wirklichkeit: der Ferienhauspark am Tropical Islands.
Schon Wirklichkeit: der Ferienhauspark am Tropical Islands. FOTO: jg
Lübben. Sechs Jahre nach der ersten Änderung will die Lübbener Stadtverwaltung den Flächennutzungsplan zum zweiten Mal ändern. Vorgesehen sind zahlreiche Aktualisierungen, so soll etwa die geplante Linienführung der Ortsumgehung eingetragen werden. Andreas Staindl / asd1

Der Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt Lübben soll geändert werden. Ziel ist eine Fortschreibung des Plans und seines Erläuterungsberichts. Der Flächennutzungsplan ist eine wichtige Grundlage für jede Kommune und gibt beispielsweise vor, wo was gebaut werden darf, wo geschützte Flächen liegen und wo Neuansiedlungen möglich sind. Entscheiden soll darüber die Stadtverordnetenversammlung in ihrer Sitzung am Donnerstag in dieser Woche.

Neben einigen Korrekturen gehören auch neue Bauabsichten zum Hintergrund des Vorhabens. In das überarbeitete Werk einfließen soll beispielsweise die Prüfung und Ausweisung von Bauflächen als Sondergebiete, die der Erholung dienen - sogenannte Ferienhausgebiete. Die Nachfrage danach sei sehr hoch in der Stadt Lübben, wie Stadtplanerin Brunhilde Hamann sagt. Ihr zufolge haben außerdem mehrere Einzelhandelsbetriebe wie etwa Aldi und die BHG in der Kreisstadt Entwicklungsabsichten signalisiert. Im FNP sollen Flächen-und Gebietsausweisungen entsprechend angepasst werden.

Doch es gibt noch weitere Punkte, um die der Flächennutzungsplan ergänzt beziehungsweise geändert werden soll. Dazu gehören auch Änderungswünsche, die im Lauf der vergangenen Jahre von der Öffentlichkeit vorgetragen worden sind, wie der Bauamtsleiter Frank Neumann sagt. Diese müssten zuvor auf planerische Umsetzbarkeit geprüft werden. Darüber hinaus soll die "Versorgungsanlage Elektrizität" an der Berliner Chaussee der Sachlage angepasst, die gewerbliche Fläche "Solarkraftwerk Feldstraße" in ein Sondergebiet geändert werden.

Änderungsbedarf gebe es auch bei der Darstellung von an Wohnbauflächen angrenzenden Flächen für die Landwirtschaft in Grünflächen, etwa für die gärtnerische Nutzung sowie bei der Darstellung des Stromfreileitungsbestands. Schließlich sollen noch darstellerische Mängel berichtigt und Rechtsgrundlagen aktualisiert werden. Ebenso soll beispielsweise die Darstellung von Denkmalen dem gegenwärtigen Stand angepasst werden, außerdem Altlastverdachtsflächen, geschützte Biotope und eben auch die geplante Linienführung der Ortsumgehung der Stadt Lübben. Weiterhin soll der FNP etwa um die Belange des Klimaschutzes ergänzt werden. Die Änderungen berühren die Grundzüge des FNP und seiner städtebaulichen Entwicklungsziele nicht. Darauf machte Brunhilde Hamann während der Bauausschusssitzung kürzlich aufmerksam. Die Anpassungen sollen ihr zufolge im vereinfachten Verfahren und ohne Umweltprüfung durchgeführt werden. Der bestehende FNP wurde 2006 rechtswirksam und 2007 zum ersten Mal geändert.

Die Lübbener Stadtverordnen treffen sich zu ihrer nächsten Sitzung am Donnerstag, 27. Juni. Beginn der Beratungen ist um 16.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Lübbener Rathauses am Markt.