(kkz) Ostereier standen beim Lübbener Kindersommer am Mittwoch im Mittelpunkt. Statt ums Suchen ging es ums Bemalen der zerbrechlichen Eierschalen mit der im Spreewald typischen Wachsreservetechnik. Karin Moser leitete den Kurs, der in der Galerie des Spreewald-Service stattfand. Üblicherweise führt sie die Technik in den Wochen vor Ostern auf Märkten oder bei Terminen im Museum vor. Doch die Sommerurlauber freuen sich über das Angebot. Ein Erfurter Vater ist mit seiner Tochter gekommen. Bewusst hatte sich die Familie für einen Urlaub in Lübben entschieden, weil es hier Kinderangebote gebe, erklärt er. In der Touristinfo habe er einen Flyer erhalten und nun sitzt seine Tochter vor dem heißen Wachs und tupft Wachs aufs Ei. Von Karin Moser bekommt sie Hinweise, wie sich mit den zurechtgeschnittenen Federstempeln Blumen gestalten lassen.

Aber nicht nur Kinder sitzen mit Eiern in den Händen vor dem heißen Wachs. Auch Ines Hahn und Christine Hüneburg aus Querfurt sind dabei. Die beiden Frauen sind schon länger von sorbischen Ostereiern fasziniert und freuen sich während ihres ersten Urlaubs im Spreewald, die Technik selbst ausprobieren zu können. Dank des Internets hätten sie sich im Vorfeld informiert, so Christine, und dieses Angebot gefunden. Es findet an jedem Mittwoch während des Lübbener Kindersommers statt.

Dieser geht noch bis zum 17. August. Täglich wechseln die Angebote, sodass Familien mit Kindern an jedem Wochentag ein Angebot bekommen. Montags geht es in die Natur, dienstags zur Stadtführung und der Märchenstunde, mittwochs kann man Ostereier bemalen, ins Feuerwehrmuseum gehen oder eine abendliche Kahnfahrt erleben. Donnerstags gibt es die Schatzsuche im Schloss oder die Spreewälder Sagenwelt und am Freitag Familienyoga und eine Kinderbuchlesung. „Mit dem Taschenlampenkonzert auf der Schlossinsel als Höhepunkt endet der Kindersommer“, sagt Ruth Riehn, Mitarbeiterin der Tourismus, Kultur & Stadtmarketing (TKS) Lübben. Noch gibt es Karten für diesen Termin. Mehr Infos unter:

www.luebben.de