(swr) Im Großen und Ganzen hat Bernd Boschan (Foto) kürzlich im großen RUNDSCHAU-Interview ein durchaus positives Fazit vom Jahr 2018 gezogen. „Es gehörte zu den guten Jahren, in denen die positiven Erlebnisse und Ergebnisse die weniger guten überwiegen“, sagte der Amtsdirektor von Lieberose/Oberspreewald. Es hat aber auch eine Sache gegeben, die ihn schon länger beschäftigt und die ihn auch im abgelaufenen Jahr nicht zufriedener stimmen konnte: die Radwege. „Das ist unser leidliches Thema“, hadert Bernd Boschan. „Da werden wir nach wie vor stiefmütterlich behandelt.“

Seit einiger Zeit schon bemängelt Boschan den für ihn unzureichenden Ausbau von straßenbegleitenden Radwegen in seinem Amtsgebiet. „Und man muss nach wie vor sagen, dass dort nichts passiert.“ Ein Vorwurf, der in erster Linie an das Land Brandenburg und den Landkreis Dahme-Spreewald adressiert ist. „Der Landkreis versucht schon, uns hier zu unterstützen. Meistens müssen wir uns aber selbst helfen“, sagt Boschan. „Und das werden wir auch diesmal wieder tun.“

Vor allem in eine Gegend, die in erster Linie Urlauber überzeugen will, müsse mehr investiert werden. „Das kann ich immer noch nicht nachvollziehen“, ärgert sich Bernd Boschan und schiebt hinterher: „Solange, wie ich lebe, werde ich auch nicht verstehen, wie man zu der Überzeugung gelangen kann, in einem Tourismusgebiet wie dem Spreewald braucht die eine Hälfte keine Radwege.“