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| 02:42 Uhr

Faszinierender Gesang in Paul-Gerhardt-Kirche

Die Maxim Kowalew Don Kosaken gastierten am Samstagabend in der Paul-Gerhardt-Kirche in Lübben. Foto: Andreas Staindl/asd1
Die Maxim Kowalew Don Kosaken gastierten am Samstagabend in der Paul-Gerhardt-Kirche in Lübben. Foto: Andreas Staindl/asd1 FOTO: Andreas Staindl/asd1
Lübben. Das Konzert am Samstagabend in der Paul-Gerhardt-Kirche in Lübben war ein echter Hörgenuss. Die Maxim Kowalew Don Kosaken haben das Publikum verzaubert. Andreas Staindl

Die Kosaken brauchen keine Technik, die ihren Gesang verstärkt. Sie haben so viel Kraft und Fähigkeiten in ihren Stimmen, dass es fast schon unheimlich wirkt. Die Maxim Kowalew Don Kosaken haben sakralen und weltlichen Gesang am Samstag in Lübben präsentiert. Darunter waren viele bekannte Lieder. Und doch ging ein Raunen durch das Publikum, als das eine oder andere Lied angekündigt wurde. Der Bogen der Erwartung wurde noch ein bisschen mehr gespannt. Auf die "Abendglocken" etwa haben sich die Zuhörer offenbar besonders gefreut, auch auf "Ave Maria" und andere sehr bekannte Lieder.

Läuten da tatsächlich die Glocken? Fast scheint es so. Und doch ist es nur eine Illusion, eine perfekte Täuschung der Sinne, hervorgerufen durch die eindrucksvollen Stimmen der Don Kosaken. "Mit "Großer Gott, wir loben dich!" sind sie in das Konzert eingestiegen. Weitere russisch-orthodoxe Kirchengesänge folgten. Die Ankündigungen waren kurz und knackig: "Ein Lied aus Georgien." Und gleich danach: "Eine alte Kloster-Legende." Selbst dem gesprochenen Wort wohnt ein Zauber inne. Die Besucher ließen sich auf die Sänger ein, klatschten im Laufe des Konzerts sogar rhythmisch mit. Der Funke der Begeisterung war längst übergesprungen, auch wenn viele Plätze auf den Kirchenbänken frei waren. Etwa hundert Gäste haben den Maxim Kowalew Don Kosaken gelauscht.

Kinder aus Tschernobyl und deren Gasteltern sowie Mitglieder des Lübbener Kinderhilfsverein für Tschernobyl waren unter den Besuchern. Johannes Leonardy, Kantor der Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde in Lübben, hatte die Zuhörer begrüßt. Keine leichte Aufgabe nur wenige Tage nach dem Tod des Pfarrers Olaf Beier, der viele Konzerte in seiner Kirche mit begleitet hatte. Dass die Maxim Kowalew Don Kosaken mit ihrem Gesang die Herzen der Besucher berührt haben, passte dann irgendwie.