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Falscher Haftbefehl für Lübbener Rentnerin

FOTO: Gerhard Seybert
Lübben. Eine besonders gemeine Masche haben Betrüger jetzt in Lübben versucht. Sie schickten einer 83-Jährigen in Lübben einen falschen Haftbefehl und wollten so 28 000 Euro erpressen. bob

Das war ein Schreck für eine 83-Jährige aus Lübben, als sie am Dienstag ihre Post durchsah. Ein amtlich aussehendes Schreiben hatte es in sich. Der Brief machte den Anschein eines Haftbefehls, der durch die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main ausgestellt wurde. Die Frau wurde zur Zahlung von 28 000 Euro aufgefordert. Ersatzweise wurden ihr 950 Tage Haft angedroht.

Die Frau reagierte zum Glück souverän und informierte die Polizei. Denn das Schreiben war eine Fälschung, ausgesandt von Betrügern, die auf diese perfide Masche Geld ergaunern wollen. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen, wie Polizeisprecher Torsten Wendt am Mittwoch berichtete.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei vor dubiosen Schreiben angeblicher Polizeidienststellen oder Staatsanwaltschaften. "Lassen Sie sich nicht durch den scheinbar amtlichen Inhalt und den angegebenen Absender dieser Schreiben beeindrucken oder verwirren. Überweisen Sie nie arglos Geld, vor allem nicht auf ausländische Konten. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie Ihre örtliche Polizeidienststelle und lassen den Sachverhalt überprüfen", rät Wendt.